„Xynthia“ wirbelte Plan über den Haufen
Weibern - Die Folgen des Sturmtiefs „Xynthia“ haben den Weiberner Rat jetzt beschäftigt.
Orkane haben die langfristige Prognose für den Weiberner Wald vollständig über den Haufen geworfen und das geplante Jahres-Holzeinschlags-Soll von 900 Festmetern weit übertroffen. Etwa 3300 Festmeter Fichte mussten alleine nach dem Sturmtief „Xynthia“ kurzfristig aufgearbeitet und vermarktet werden. Das im Jahr 2007 erstellte Forsteinrichtungswerk ist nur noch Makulatur und bedarf einer gründlichen Überarbeitung.
Diesem Vorschlag der Forstverwaltung hat sich der Gemeinderat angeschlossen. Nun ging es noch darum, ob diese auf einer realistischen Betriebssituation basierende Novellierung von staatlicher oder privater Seite erfolgen soll. In beiden Fällen bleibt die Ortsgemeinde finanziell ungeschoren. Ortsbürgermeister Peter Josef Schmitz favorisierte die Vergabe an einen privaten Sachverständigen wie Klaus Remmy, der als Verfasser der bisher geltenden mittelfristigen Betriebsplanung schon über entsprechende Kenntnisse verfüge. Seine Ratskollegen votierten in die gleiche Richtung.
Schmitz regte an, die Zertifizierung des Waldes nach FSC auf den Prüfstand zu stellen. Forest Stewardship Council ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in Bonn und nationalen Arbeitsgruppen in 43 Ländern. „Das Prüfsiegel bringt beim Verkauf zwar Vorteile“, gab Schmitz zu bedenken, „engt uns aber auch ein, wenn es um die Aufforstung geht. Ohne FSC könnten wir Douglasien anstelle von Fichten anpflanzen.“
Mehr zum Weiberner Rat lesen Sie in der Donnerstagausgabe der Rhein-Zeitung.












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