Kein Urlaubs- und kein Weihnachtsgeld für Hay-Leute
Bad Sobernheim. Es sei ein hartes Ringen in den vergangenen Monaten gewesen, doch es habe sich gelohnt. So kommentiert die IG Metall den Sanierungstarifvertrag für die Firma Hay, auf den sich Geschäftsführung, IG Metall und der Betriebsrat nun geeinigt haben.
Die Ergebnisse des Tarifvertrages wurden auf einer Betriebsversammlung in der Bockenauer-Schweiz-Halle vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam wolle man die Standorte der Firma Hay voranbringen, hieß es.
„Der Tarifvertrag bietet große Chancen für die Standorte in Bad Sobernheim und Bockenau. Er wurde auf gleicher Augenhöhe abgeschlossen und sichert Arbeitsplätze in unserer Region“, sagte Edgar Brakhuis von der IG Metall Bad Kreuznach. Der Sanierungstarifvertrag sichere den Beschäftigten ihre Arbeitsplätze bei der Firma Hay durch den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Zudem erhalten die Mitarbeiter ein Mitspracherecht durch einen Beirat. Alle künftigen tariflichen Lohnerhöhungen werden ausgezahlt.
Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten bis 2013 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld und stimmen einer Lohnsenkung um vier Prozent zu. „Der Einschnitt für die Arbeitnehmer ist schon enorm. Doch dafür erhalten wir eine Beschäftigungssicherung und eine Zukunftsperspektive für beide Standorte. In einem solidarischen Geben und Nehmen haben wir Beschäftigung und Einkommen gesichert“, so Brakhuis.
So sieht es auch Winfried Ott von der Technologie-Beratungsstelle Rheinland-Pfalz in Mainz. Ott ist Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite. „Der Tarifvertrag ist von allen Seiten praktisch leistbar. Er bietet der Geschäftsführung Planungssicherheit und beinhaltet Elemente zur Verbesserung der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Es ist vereinbart, dass der finanzielle Beitrag der Arbeitnehmer im Betrieb bleibt und nicht abfließen kann“, betont Ott von der Technologie-Beratungsstelle. (ni)














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