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  • Seilbahn in Koblenz wird für Betrieb bis 2026 aufgerüstet

    Koblenz. Seit feststeht, dass die Koblenzer Seilbahn bis zum Jahr 2026 weiter fährt, steht auch fest: Die Firma Doppelmayr muss investieren, damit die Bahn die lange Laufzeit auch übersteht.

    Auch die Kassenhäuschen müssen nach der Entscheidung der Unesco für die Seilbahn überplant werden. Wie etliche andere Infrakstrukturbauten der Anlage sind sie nicht für einen Dauerbetrieb konzipiert.
    Auch die Kassenhäuschen müssen nach der Entscheidung der Unesco für die Seilbahn überplant werden. Wie etliche andere Infrakstrukturbauten der Anlage sind sie nicht für einen Dauerbetrieb konzipiert.
    Foto: Annette Hoppen

    Unter anderem werden sich Berg- und Talstation optisch verändern. Beim Betreiber der Seilbahn, dem österreichischen Unternehmen Doppelmayr, ist die Freude über die Entscheidung der Unesco pro Seilbahn nach wie vor groß. "Mit einem Votum in dieser Eindeutigkeit und Tragweite hätten wir nicht gerechnet", gesteht Günther Troy, Bereichsleiter Deutschland und Projektleiter Seilbahn, der von einer Grundsatzentscheidung des Welterbekomitees spricht. "Denn die Unesco hat mit ihrem Urteil das Seilbahnkonzept nicht als generell negativ eingestuft", ist Troy zufrieden. Für Doppelmayr, Weltmarktführer im Seilbahnbau, sei das ein wichtiges Signal, wenn es um künftige Projekte in sensiblen geografischen Strukturen geht.

    Für Koblenz bedeutet die Unesco-Entscheidung allerdings zunächst einmal: Die komplette Infrastruktur um die Seilbahn herum - vom Kassenhäuschen bis zu den Werkstätten - muss überplant und den Erfordernissen der nun verlängerten Nutzungsdauer angepasst werden. Nach der Inbetriebnahme im Vor-Buga-Sommer 2010 sollte die Anlage planmäßig vier Jahre laufen, nämlich bis zum Herbst dieses Jahres. Nun sollen es 17 Jahre werden. "Für eine solche Nutzungsdauer sind etliche Bauten einfach nicht konzipiert", sagt Troy.

    Welche Maßnahmen konkret anstehen, lasse sich allerdings zurzeit noch nicht sagen. "Ich bitte darum, den Verantwortlichen die Zeit einzuräumen, etwas Gutes daraus zu machen", ergänzt der Doppelmayr-Projektleiter - vor allem auch mit Blick auf die Seilbahn-Kritiker, deren Bedenken das Unternehmen nach wie vor sehr ernst nimmt. Vor allem die Nähe der Talstation zur Basilika St. Kastor ist Denkmalschützern ein Dorn im Auge.

    Und auch der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) hatte diese räumliche Konstellation kritisiert und dem Welterbekomitee deshalb angeraten, den Abbau der Seilbahn noch in diesem Jahr einzufordern, eben so, wie bei der ursprünglichen Planung angedacht. Wenn die Infrastruktur der Seilbahn nun auf einen längeren Dauerbetrieb umgerüstet wird, soll dieser Kritik Rechnung getragen werden. "In welcher Form, das lässt sich aber wirklich noch nicht sagen", bittet Troy um Geduld.

    Beschlossen und in trockenen Tüchern ist schon jetzt der Umzug der Seilbahn-Geschäftsstelle von der Cusanus- in die Rheinstraße 4-6, die damit deutlich näher an die Talstation rückt. Dort wird zum Eröffnungsdatum 9. September auch der Dienstsitz von Michèl van Dun sein, dem neu installierten Geschäftsführer der Skyglide Event Deutschland GmbH. Das Tochterunternehmen von Doppelmayr ist für den Seilbahnbetrieb in Koblenz zuständig. Van Dun, zuvor im niederländischen Keukenhof (einer gigantischen Gartenanlage in der Nähe des südholländischen Örtchens Lisse) für Marketing und Vertrieb zuständig, will das Bus- und Veranstaltungsgeschäft rund um die Koblenzer Seilbahn ankurbeln. "Da ist noch Potenzial", ist der Niederländer überzeugt.

    Auch ohne dieses Potenzial ausgeschöpft zu haben, ist man bei Doppelmayr aber auch mit der bisherigen Saison sehr zufrieden. "Trotz des schlechten Frühlings- und Frühsommerwetters stimmen die Fahrgastzahlen, die etwa auf Vorjahresniveau liegen. Und da war das Wetter ja deutlich besser, und wir hatten keine Auszeit wegen Hochwasser", bilanziert Michèl van Dun.

    Noch bis zum 31. Oktober wird die Seilbahn täglich über den Rhein hinauf zum Ehrenbreitstein pendeln. "Ab dem 1. November fahren wir dann bis zum Frühjahr an den Wochenenden und an Feiertagen jeweils den Öffnungszeiten der Festung Ehrenbreitstein angepasst", erklärt van Dun. Anders als im vergangenen Winter, als es für die Revisionsarbeiten eine etwa zwei Monate lange Betriebspause gab, sollen die Wartungsarbeiten in diesem Winter dann an den betriebsfreien Werktagen stattfinden.

    Annette Hoppen

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