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Westerwald: Schulen suchen junge Leute für Freiwilliges Soziales Jahr

Westerwaldkreis - Schule – und was dann? Für junge Erwachsene, die die Schule gerade beendet haben und sich vor Beginn des Studiums oder einer Berufsausbildung erst einmal orientieren möchten, bietet das „Freiwillige Soziale Jahr“, kurz FSJ, die Möglichkeit, für ein Jahr in die unterschiedlichsten Berufe hineinzuschnuppern – auch im Westerwaldkreis.

Janek Wehler (2. von rechts) und Jacqueline Kuch (hinten rechts) machen ein freiwilliges soziales Jahr am Raiffeisen-Campus in Wirges. Gemeinsam mit Rektor Bernhard Meffert (links) essen sie mit den Campus-Schülern in der Mensa zu Mittag.
Sascha Ditscher

Ob im sozialen Bereich in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, in Sozialdiensten, Behindertenwerkstätten, Kindertagesstätten, Sanitäts- und Rettungsdiensten oder im sportlichen Bereich in Sportvereinen und -verbänden, ob in der Sparte Kultur in Theatern, Archiven, Museen und Kulturvereinen oder aber in der Denkmalpflege, in der Politik oder schließlich an Ganztagsschulen – das FSJ ist für junge Leute eine sinnvolle Test- und Orientierungsphase.

„Dieses eine Jahr ist definitiv alles andere als ein verschenktes Jahr“, unterstreicht Lukas Nübling vom Kulturbüro Rheinland-Pfalz in Lahnstein, das seit August 2007 im nördlichen Landesteil als Träger des freiwilligen sozialen Jahres an Ganztagsschulen tätig ist. „Junge Leute können hier wertvolle Berufserfahrung in einem geschützten Rahmen sammeln“, sagt er. Im Westerwaldkreis suchen mit Hilfe des Kulturbüros derzeit allein 24 Grundschulen, Förder- und Realschulen sowie Gymnasien junge Menschen, die im Bereich Ganztagsschule ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und einen Einblick in den Schulalltag gewinnen möchten. Mehr als 40 Stellen haben die Westerwälder Bildungseinrichtungen für junge Erwachsene, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, im Angebot. „Die Stellen werden in Einzelfällen bereits zum 1. April besetzt. Die meisten Schulen im Kreis bieten das FSJ jedoch zum 1. August an“, erläutert Nübling. Bewerbungsschluss ist der 15. März. „Die Chancen, eine Stelle zu finden sind jetzt noch sehr gut“, ermuntert Nübling. Die Vermittlungsquote liegt bei 97 Prozent.

Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz betreut mehr als 140 Ganztagsschulen mit insgesamt rund 270 FSJlern im nördlichen Rheinland-Pfalz. Daneben vermitteln auch kirchliche und andere Träger das FSJ an heimischen Schulen. „Wir besetzen etwa die Hälfte aller Plätze im nördlichen Landesteil“, erläutert Nübling. Die Mitarbeiter des Kulturbüros geben Interessierten Tipps und helfen auch bei der Bewerbung weiter. Zudem stehen sie während des gesamten Jahres bei Fragen, Anregungen und Problemen zur Seite. Auf der sehr informativen Internetseite des Kulturbüros finden junge Leute das Bewerbungsformular, das sie herunterladen oder direkt online ausfüllen und versenden können. Darüber hinaus sind hier zahlreiche Erfahrungsberichte von FSJlern und Informationen rund um das freiwillige Jahr zusammengestellt.

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