Vorerst keine Zirkusse in Montabaur
Montabaur - Die Stadt Montabaur will ein Verzeichnis mit Tierarten erstellen lassen, deren Dressur und Haltung in Zirkussen aus Expertensicht problematisch ist. Auf Grundlage dieser Positiv-/Negativ-Liste soll dann in einer der nächsten Stadtratsitzungen entschieden werden, ob Schausteller mit gewissen Wildtierarten künftig noch in der Westerwälder Kreisstadt gastieren dürfen. Bis zu diesem grundsätzlichen Beschluss sollen keine Verträge mit Zirkussen mehr abgeschlossen werden.
Dieses Vorgehen vereinbarten die Mitglieder des Stadtrats als Reaktion auf zwei Anträge aus der FWG- und der Grünen-Fraktion. Hintergrund: Vor Kurzem war der Zirkus Althoff in Montabaur zu Gast. Dieser ist auf die Dressur großer Raubkatzen spezialisiert. Unter Tierschützern gilt die Haltung von Tigern und Löwen in Zirkussen jedoch als besonders problematisch. Mitglieder der FWG waren in der Stadt darauf angesprochen worden. Fraktionssprecher Uwe Volkmann hatte deshalb den Antrag gestellt, die grundsätzliche Position der Montabaurer zu diesem Thema im Rat zu diskutieren und einen Beschluss herbeizuführen.
Noch einen Schritt weiter ging der Antrag von Michael Musil, Fraktionssprecher der Grünen. Er möchte, dass Zirkusse mit Wildtierdressuren künftig nicht mehr in Montabaur gastieren dürfen. Die Möglichkeit eines behördlichen Verbots gibt es zwar nicht – das müsste per Bundesgesetz geregelt werden. Die Stadt kann aber frei darüber entscheiden, ob sie öffentliche Plätze wie zum Beispiel die Eichwiese für Zirkusse zur Verfügung stellen will.
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