Vielseitige Autorin schreibt von Zeitreisen und verliebten Ärzten
Montabaur/Elgendorf - Zeitreisen und schaurige Horrorgeschichten sind ihre Lieblingsthemen, aber sie kann auch ganz romantisch sein: Seit 20 Jahren arbeitet Margret Schwekendiek aus Elgendorf als freie Autorin. Viele kennen ihre Geschichten, aber nur wenige ihren Namen – die Heftromane der 56-Jährigen werden unter einem Pseudonym veröffentlicht.
Als Vanessa Crawford oder auch Margarete Saltzmann erzählt sie darin Liebesgeschichten von Ärzten und mysteriöse Romanzen. Science-Fiction-Lesern dürfte auch ihr bürgerlicher Name ein Begriff sein, denn es gibt darüber hinaus einige Bücher der fleißigen Schreiberin.
Als Autorin kann die gelernte Buchhalterin ihre ganze Kreativität ausleben und sich immer wieder in neue Welten hineindenken – so wie in ihrem aktuellen Buch „Time Travellers“, in dem es um eine Firma geht, die im Jahr 2736 Zeitreisen für vermögende Kunden anbietet. Wie in einem guten Science-Fiction-Roman üblich, droht bei diesen Reisen jedoch ein Paradoxon, und so sind die Menschen der Zukunft letztlich für die großen Menschheitskatastrophen in der Vergangenheit verantwortlich.
Bei Heftromanen ist die künstlerische Freiheit nicht ganz so groß. „Es muss immer eine Liebesgeschichte darin vorkommen“, erklärt Schwekendiek lächelnd. „Und es gibt immer ein Happy End.“ Die Arbeit ist zwar sehr abwechslungsreich, kann aber auch durchaus hartes Brot sein. In 20 Jahren hat die Autorin nach eigenem Bekunden mehr als 150 Werke für vier bis fünf unterschiedliche Verlage geschrieben. Für so manchen Heftroman hatte sie gerade einmal zwei Wochen Zeit. „Die Geschichten sind zwar jedes Mal etwas anders“, berichtet sie. „Aber es stellt sich natürlich auch eine gewisse Routine ein.“
Ursprünglich stammt Margret Schwekendiek übrigens aus Herne in Nordrhein-Westfalen. Mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann lebte sie lange in Ostwestfalen. Seit zweieinhalb Jahren wohnt sie bei ihrem ältesten Sohn in Elgendorf, wo sie als Großmutter gern möglichst viel Zeit mit ihren Enkeln verbringt. Für sie schreibt die 56-Jährige inzwischen schon eigene Geschichten – und die Kleinen sind ganz stolz, wenn sie das Porträt ihrer Oma auf dem Umschlag eines Buchs entdecken.
Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand













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