Helau, helau beim ECeVau
Eschelbach - Während die Eschelbacher Narren seitens der städtischen Karnevalisten ihr Fett weg bekamen, wurden die im kleinen, feinen Stadtteil zeitgleich nicht müde, das bei ihrer Kappensitzung in mindestens gleicher Münze zurückzuzahlen. Beispiel gefällig: „Warum hat Nero Rom angezündet?“ „Weil es Montabaur noch nicht gab!“ Damit hatte Bauchredner Thilo Daubach – in Personalunion auch Sitzungspräsident, Schriftführer und letztjähriger Prinz des Eschelbacher Carnevalsvereins mit Puppe Kalle die Lacher in der Waldbachhalle auf seiner Seite.
In dieser Halle mit den Toiletten aus den 50er-Jahren fühlten sich auch die beiden Schessmigge (Thorsten Lind und Patrick Pfeil) fliegenwohl: „Gut, dass die Stadt hier nicht mehr investiert.“ Bei ihrem Flug gaben Stechi und Schissi in ihren fantasievollen Kostümen noch manch lustige Begebenheit zum Besten. Neben der Halle wussten sie noch eine Topadresse für ihresgleichen: die Müllkippe in Meudt, bestens geeignet für den Goldhochzeits-Ausflug der Eltern.
Dass der Nachwuchs des Karnevalsvereins schon sehr fit im Reden ist, bewiesen Prinz Justin I. von Sturm und Drang (Justin Pfeil) und Prinzessin Michelle I. von Salto und Tanz (Michelle Ickenroth) aufs Vorzüglichste. Dafür gab es dann von Thilo Daubach für die beiden den Karnevalsorden unserer Zeitung. Das Regentenpar bedankte sich mit dem Auftritt der Kindergarde, die – trainiert von Doris Drüing und Desiree Daubach – einen schmissigen Tanz aufs närrische Parkett legte. Und zwischendurch gab es noch Sonderapplaus für die Prinzen-Oma Lotte, die gerade den drei mal 24sten Geburtstag feierte
Tänzerisch in Hochform zeigten sich als Gäste die „Shooters“ aus Stahlhofen und Umgebung in ihren prächtigen Kostümen, die selbstverständlich erst nach einer Zugabe die Bühne wieder verlassen durften. Doch an Akrobatik setzten dem die Herren vom ECV-Männerballett noch eins drauf: Säbelschwingend wirbelten sie als Piraten der Karibik über die Bühne und zeigten eine Figur schöner als die andere. Ein Seeräuber hing sogar mal zwischendurch am Deckenbalken. Die Herren hatte Carmen Braun richtig gut trainiert.
Und für den richtigen Schmiss bei ECV-Garde und -ballett hatten auch die Trainerinnen Annika Pfeil, Sarah Schäper und Doris Drüing mit vielem Üben gesorgt: Die jungen Damen kamen rot-weiß in rasanter Gardemanier daher, während die etwas älteren als Westernmädchen eine großartige Show vor einem wunderbaren Bühnenbild boten. Klar, dass da jeweils Zugaben fällig waren.
„Hallo Freunde!“ – „Hallo Rudi!“ Das klappte bei Rudi,dem Rocker (Bernd Görg), wie am Schnürchen. Mit einem starken Witz nach dem anderen hatte er das närrische Publikum schnell auf seiner Seite: „Stimmt es, dass der Rainer seine Frau aus der Zeitung hat?“ „Ja, und da kommt sie auch wieder rein!“ Hier war schnell eine vierstufige Rakete fällig.
Ab wie die Post ging es dann auch bei „Alwiss und Lisbeth“, dargestellt von Jörg Jung und Holger Bast. Sie berichteten mit einer mächtigen Portion Humor im Zwiegespräch aus ihrem turbulenten Eheleben, bei dem auch mal ein Kreuzworträtsel gelöst werden musst: Lebensende mit drei Buchstaben? Ehe!
Als dann alle Mitwirkenden vom Elferrat und seinem Präsidenten Thilo den Schalorden beziehungsweise Ordensschal erhalten hatten, wurde es nach mehr als drei Stunden Programm Zeit für große Finale, das die bewährten ECV-Hofsänger mit Stimmungshits so richtig in Schwung brachten. mm














Diesen Artikel versenden