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Feuerwehren gestern und heute

Hachenburg - Bei ihrem Familientag im Landschaftsmuseum in Hachenburg präsentierten sich die Westerwälder Feuerwehren im lebendigen Zusammenspiel von gestern und heute, von Jung und Alt. Passend zur aktuellen Sonderausstellung "Feuer Aus" drehte sich alles um das Löschwesen und die übrigen Hilfeleistungen der Wehren. Der Besuch war ebenso gut wie das Wetter.

Zum zweiten Mal nach 2005 organisierten das Museum und der Feuerwehrverband Westerwald diesen attraktiven Familientag. "Nachdem die Premiere damals so gut angekommen war, fiel uns der Entschluss für eine Wiederholung nicht schwer", sagt Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Heinz Vietze, "bei der erneut positiven Resonanz sollten wir vielleicht über einen festen Termin alle zwei oder drei Jahre nachdenken."

Eine Vielzahl an Vorführungen, Mitmachaktionen und Unterhaltung sorgte für Kurzweil. Viele Blauröcke und Gäste brachten ihre Kinder mit. Auch die Jugendfeuerwehr Mündersbach und die Bambiniwehr Winnen-Gemünden unterstrichen durch ihre aktive Teilnahme den Charakter des Familientages. Zur Stärkung gab es unter anderem frisches Floriansbrot (Teile des Erlöses stellte die Bäckerei Grund für die Jugendfeuerwehren zur Verfügung). Auf dem sonnigen Museumsplatz gab der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Nistertal ein Konzert.

Eingangs begrüßte der Kreisbeigeordnete Kurt Schüler die zahlreichen Gäste. Er betonte das "segensreiche Wirken der Feuerwehren in Vergangenheit und Gegenwart" und dankte allen Aktiven für ihre Leistungen. Hachenburgs Bürgermeister Peter Klöckner bezeichnete die Arbeit aller Feuerwehren als absolut unterstützenswürdig. Als Beispiel für das enorme Spektrum nannte er einen aktuellen Starkregeneinsatz der Wehr (im Kinderhaus war Wasser eingedrungen). Laut KFI Vietze zählt der Feuerwehrverband Westerwald mehr als 6500 Mitglieder. Gegenwärtig spiele die Umstellung auf den Digitalfunk eine zentrale Rolle. Auch Museumsleiter Manfrid Ehrenwerth hieß die Gäste willkommen und verwies auf die laufende Ausstelung "Feuer Aus".

Als uneingeschränkt gebrauchstüchtig erwiesen sich zwei Löschgeräte, die auf den ersten Blick museumsreif wirkten. Kraftvoll demonstrierte die Löschgruppe Astert ihre Handdruckspritze aus den Nachkriegsjahren, und die Feuerwehr Mündersbach knatterte mit ihrer 1938er, motorbetriebenen Tragkraftspritze binnen kürzester Zeit den Museumsbrunnen leer. Im Kleinhaus war Mitmachen angesagt, denn in den vernebelten Räumen gingen Mutige auf die Suche nach einem verborgenen Teddybär. 

Interessierte Blicke und Fragen begleiteten die Geräteschau mit Einsatzfahrzeugen von 1940 bis heute, darunter der moderne Fuhrpark der Feuerwehr Hachenburg und zwei ältere rote Lkw der Feuerwehr Höhr-Grenzhausen. Die Feuerwehr Hattert zeigte zudem, wie gefährlich brennendes Fett sein kann, während die Wehren aus Puderbach und Müschenbach an zwei vermeintlichen Unfallautos die Bergung mit Handspreize und Rettungsschere demonstrierten. Tierisch ging es bei der im Mai 2011 gegründeten Rettungshundestaffel Rennerod zu. Unter anderem mit ihrem jungen Beagle Toni vermittelten Nicole und Henry Traut einen Eindruck davon, wie das Training die Hunde auf die Vermisstensuche vorbereiten soll. elm

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