Europa-Gipfel der Wanderreiter: Kollegentreffen auf dem Fischerhof in Reckenthal
Reckenthal - Nicht nur bei den Staatschefs gibt es Europa-Gipfel, sondern auch bei den Wanderreiter. Bereits zum zehnten Mal hatte die Deutsche Wanderreiter-Akademie (DWA) dazu auf den Fischerhof nach Reckenthal eingeladen. Zahlreiche Betriebsinhaber aus aller Herren Länder folgten wieder diesem Ruf. Jürg Löw, Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte Gäste aus Italien, Dänemark, Frankreich, Österreich und der Schweiz.
Den weitesten Weg hatte Gall Csaba auf sich genommen. Er reiste aus Rumänien in den Westerwald an. Eine Strecke von rund 1800 Kilometer legte er zurück. Wie er im WZ-Gespräch berichtete, hat sich für ihn die Tour aber gelohnt. Er habe viel gelernt, was er daheim umsetzen will, betonte er.
Zuhause das ist in Siebenbürgen, rund 150 Kilometer von Herrmannstadt, entfernt. Dort betreibt der Reitlehrer seit elf Jahren einen eigenen Hof mit zwölf Pferden zum Wanderreiten. 70 Prozent seiner Gäste kommen aus Ungarn, 30 Prozent aus dem deutschsprachigen Raum.
Erstmals nahm Gall Csaba am europäischen Treffen der Wanderreiter teil. Er sieht das als eine Möglichkeit an, sich weiterzuentwickeln. Er will andere Betriebsleiter kennenlernen und sich informieren, wie hoch der Standard in Deutschland ist. Die Zusammenarbeit mit anderen ist sein Ziel.
An dies Vorstellung knüpfte auch Jürg Löw an. Der Film, den Gall Csaba mitgebracht hatte, sei sehr beeindruckend gewesen. Das animiere dazu, auch einmal mit dem Rumänen zu kooperieren, sagte er.
Überhaupt wird bei den Wanderreitern inzwischen in vielerlei Hinsicht grenzüberschreitend zusammengearbeitet. Das wird vor allem beim Programm 2012 deutlich. Quer durch Europa führen die Touren, die immer unter einem besonderen Thema stehen. Bei allen gilt aber immer das gleiche Motto, das der Vereinsvorsitzende noch einmal verlas: „Die DWA sieht das Reisen zu Pferd als gelungene Komposition von Natur und Landschaft, Kultur und Geschichte, reiten in angenehmer Gesellschaft bei kulinarischen Genüssen und einem Hauch von Abenteuer.“
So gibt es beispielsweise seit Jahren den Trüffel-Ritt, der an 15 verschiedenen Orten gleichzeitig zelebriert wird, unter anderem auch auf dem Fischerhof. Dessen Besitzer, Herbert Fischer, hat für das kommende Jahr auch wieder eine neue Tour kreiert. In Kooperation mit dem italienischen Kollegen in Cornacchino entstand „Chianti Classico a Cavallo“.













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