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Unfälle häufen sich in Linz und bei Kretzhaus

Kreis Neuwied - Fünf Straßenabschnitte im nördlichen Kreisgebiet bergen laut einer neuen Analyse der Polizei Neuwied besonders große Unfallgefahren. Ursache der meisten Unfälle im Jahr 2011 war unvorhergesehener Wildwechsel. In zwei Fällen erlitten auch Personen schwere Verletzungen. An folgenden Punkten ist besondere Vorsicht geboten:

Die Behörden hoffen, dass der Warnhinweis „Wildwechsel“ die Unfallhäufigkeit bei Kretzhaus verringert.
creativ

Der größte Schaden entstand auf der B 42 in Linz. An der Einmündung der Straße "Am Sändchen" krachte es im vergangenen Jahr insgesamt 13-mal, weil Fahrer die Vorfahrt missachteten oder auf das vor ihnen fahrende Auto auffuhren. Der Schaden summierte sich auf fast 40 000 Euro, eine Person wurde leicht verletzt. Als Teilursache identifiziert die Polizei die Bauarbeiten an der B 42, die oft nur einspurig befahrbar war. Die Beamten hoffen, dass die Unfälle nach Abschluss der Baumaßnahme weniger werden - ab Montag, 6. Februar, wird jedoch erst einmal weitergebaut.

Die schwersten Unfälle ereigneten sich in einer Kurve auf der L 254 zwischen Weißfeld und St. Katharinen. Zweimal im Jahr 2011 gab es dort Schwerverletzte, ebenso im Jahr 2010. Insgesamt fünf Schwerverletzte, ein Leichtverletzter und Schaden in Höhe von 22 000 Euro sind die Bilanz dieser vier Verkehrsunfälle. Ursache war immer überhöhte Geschwindigkeit.

Kreuzendes Wild war der Auslöser für die meisten Unfälle an zwei Stellen in Rheinbreitbach und in der Gemarkung Erpel: Die L 253 zwischen Kretzhaus und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen führt auf einer langen Gerade durch ein Waldgebiet und animiert dazu, schnell zu fahren. Nur 500 Meter voneinander entfernt befinden sich dort zwei Wildwechsel. Neunmal stießen 2011 Rehe, zweimal Wildschweine mit Autos zusammen, Personen wurden allerdings nicht verletzt. Der Schaden summiert sich auf mehr als 11 000 Euro. Auf einem Teilstück von nur 300 Metern ereigneten sich auf der B 42 in Rheinbreitbach zwischen Mühlenweg und Landesgrenze insgesamt zehn Unfälle mit Wildschweinen, Rehen oder Füchsen. Eine Bejagung kommt nicht infrage, weil die Straße stark befahren ist, ebenso scheidet ein Wildschutzzaun aus, erklärt Hans-Werner Casper von der Polizei. Die will darum versuchen, das Problem mittels des Warnschilds "Achtung Wildwechsel" zu lösen.

Mit sechs Unfällen 2011 und einem Schaden von mehr als 18 000 Euro hat sich auch eine Kurve der L 252 zwischen Bruchhausen und Kretzhaus als unfallträchtig erwiesen: Fünfmal war zu hohe Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn der Grund, einmal hielt sich ein Fahrer nicht an das Rechtsfahrgebot. Verletzt wurde dort zum Glück niemand.

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