Horst Günter Ludolf (57) ist tot
Dernbach - Horst Günter Ludolf, der zweitälteste der vier Schrottplatzbrüder aus Dernbach, ist tot. Wie die Neuwieder Kriminalpolizei mitteilt, wurde der 57-Jährige tot in seiner Wohnung aufgefunden. Hinweise auf Fremdverschulden habe es nicht gegeben. Weitere Auskünfte gibt die Kripo nicht. Auch von den Ludolfs selbst war bislang kein Kommentar zu bekommen. Das permanente Besetzzeichen deutet darauf hin, dass sie den Telefonhörer neben die Gabel gelegt haben.
Dernbachs Ortsbürgermeister Heinz-Rudi Becker zeigt sich betroffen, als er von der RZ die traurige Nachricht erhielt. "Ach Du Schande, der Günter. Oh wei...", war seine erste Reaktion. Er vermutete außerdem, dass die anderen drei Brüder - Uwe, Peter und Manni - jetzt am Boden zerstört seien. "Sie haben ja immer sehr zusammengehalten", sagte Becker, der auf das fürs Sterben viel zu junge Alter hinwies. Er gab allerdings auch zu bedenken, dass gerade Günter Ludolf "nicht ganz so gesund" gelebt habe. "Das ist in einem reinen Männerhaushalt ja auch immer so eine Sache", meinte er. Günter Ludolf werde den Menschen in Dernbach fehlen, wenngleich die vier Brüder vom Fernsehen abgesehen recht zurückgezogen gelebt hätten. Klar sei aber auch, dass Dernbach durch die Ludolfs bundesweit bekannt geworden ist.
Günter, der am 22. Februar 58 Jahre alt geworden wäre, war passionierter Kaffeetrinker und Raucher. Schon vor rund zwei Jahren hatte es in Internetforen Gerüchte über einen Herzinfarkt gegeben, die jedoch nicht bestätigt wurden. Im Familienunternehmen war der meist schweigsame Mann für das Telefon zuständig. Auf der Homepage der Ludolfs heißt es, dass "das gesprochene Wort in Günters Welt offensichtlich überflüssig" sei, er aber doch das Ludolfs-Ensemble aufs eindringlichste präge. "Er scheint Gesprächsverläufe antizipieren zu können, er kommentiert aufgeregtes Geplapper kurz mit verdrehten Augen." (ulf)












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