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VDSL für ein Eifeldorf: Roeser rasen durchs Internet

Roes - Da der Weg zur Vollversorgung mit Hochgeschwindigkeitsinternet auf kommunaler Ebene noch lang zu sein scheint, kommen bisher nur wenige Gemeinden in den Genuss eines Breitbandzugangs über Glasfaser. Die Ortsgemeinde Roes gehört dazu und wird fortan mit VDSL versorgt. Zu einer Informationsveranstaltung hatten die Ortsgemeinde und der Netzbetreiber die Bürger des Eifeldorfes ins Gasthaus „Zum Dorfbrunnen“ eingeladen, um ihnen die neue Technologie näherzubringen – Titel: „Breitbandinternet und Telefonie aus einer Hand“.

Arnold Johann (ganz links) zeigt dem Beigeordneten Michael Sesterhenn (Zweiter von links) das Herzstück der neuen Technik in Roes. Mit dabei: die AJE-Mitarbeiter Mirjam Johann und Matthias Welter.
Hans-Josef Korz

Ortsbeigeordneter Michael Sesterhenn begrüßte rund 50 Zuhörer, den Firmenchef des Netzbetreibers, Arnold Johann, und seine Mitarbeiter Mirjam Johann und Matthias Welter. Schnelles Surfen im Internet war in Roes bislang nur über eine Funkverbindung mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 1000 Kilobit pro Sekunde möglich. Wegen der steigender Netzauslastung und der Nachfrage nach höheren Bandbreiten hat der ortsansässige Netzbetreiber, AJE Consulting, nun ein Projekt zum Glasfaserausbau begonnen. Arnold Johann, gleichzeitig Ortsbürgermeister in Roes, sagte: „Ich bin mir sicher, dass die Investition meiner Firma in die neue Technologie nicht nur für Roes, sondern auch für andere Gemeinden zukunftsweisend sein wird.“ Er freut sich darüber, dass bereits die ersten Haushalte in Roes an das VDSL-Netz angeschlossen sind. „Diese surfen bereits mit Geschwindigkeiten bis zu 16 000 Kilobit pro Sekunde im World Wide Web.“

Keine Konflikte mit Kreisplänen

Darauf angesprochen, ob es Konflikte zwischen der Kreisoffensive und dem Angebot seiner Firma gebe, sagte er: „Nein, denn die Ortsgemeinden sind in die Kreisoffensive eingebunden und erfüllen dort die Aufgaben, die ihnen zugewiesen wurden.“ Anschließend informierten die beiden Firmenmitarbeiter über die Funktionsweise der neuen Technologie und den Fortgang der Ausbauarbeiten. Denn VDSL nutzt für das letzte Stück bis zum Kunden die Kupferleitung. In dieser Kombination, Glasfaser und Kupferleitung, könnten besonders hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden. Außerdem sei über einen einzigen Anschluss außer dem Surfen im Netz auch das Telefonieren möglich.

Die Netzanbindung anderer Orte um die Gemeinde Roes, so stellte Arnold Johann in Aussicht, sei bereits in der Planung. Matthias Welter und Mirjam Johann erläuterten dann anhand einer Präsentation den Unterschied zwischen ADSL und VDSL. Bei der praktischen Vorführung und der Anbindung einer Fritzbox ans DSL-Netz wurde eine 6000er-Leitung getestet. Über eine Leinwand riefen die Mitarbeiter einen YouTube-Film und den Fußball-Liveticker Deutschland gegen Türkei auf.

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