20 Jahre Rhein-Mosel-Verlag: Der Region entwachsen, aber klar verbunden
Zell - Was vor 20 Jahren in Briedel im Kleinen begann, hat sich seit 1991 zu einem der aktivsten und renommiertesten Literatur- und Sachbuchverlage im Land entwickelt: dem Rhein-Mosel-Verlag in Zell. Mehr als 200 Verlagsproduktionen in Belletristik und Sachbuch sind in dieser Zeit entstanden, derzeit gibt es rund 130 lieferbare Titel. Daneben fungiert der Verlag als Dienstleister für Buchproduktionen und Internetpublikationen, seit Kurzem sind Onlineanwendungen hinzugekommen.
Als Arne Houben vor rund 20 Jahren den Verlag gründete, hätte wohl kaum einer mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Denn das Verlagsgeschäft stand nicht am Anfang des beruflichen Lebens von Verleger Arne Houben, der zunächst als Kameramann und Fotograf zum Film, später auch zum Fernsehen kam. Danach wechselte er in eine Werbeagentur, um nach zehn Jahren sein Haus in der Eifel zu verkaufen, sich ein Schiff zu kaufen und Segeltörns im Mittelmeer anzubieten. Ein bewegtes Berufsleben also.
Doch auch das Schreiben gehörte zu seinem Interesse. Arne Houben verfasste einen Reiseführer, es folgte ein Eifelbuch. Und es entstand die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen. Er hatte damals schon ein Häuschen in Briedel. „Ich wollte im Winter da sein, wo es noch etwas wärmer ist, daher kam ich an die Mosel“, erzählt er. Und um hier dann auch eine neue Heimat zu finden. Houben: „Vielleicht musste ich erst in die Ferne gehen, um zu merken, wo ich hingehöre.“
Alles begann sehr regional
Zu seinen ersten Autoren, die Arne Houben verlegte, gehörten regionale Schriftsteller aus der Eifel und von der Mosel. Und er entdeckte die Autorin Clara Viebig, deren Buch „Weiberdorf“ von ihm neu editiert wurde. Später erwarb er die Rechte an deren Werken, und die Bücher der bekannten Schriftstellerin gehören bis heute zum festen Bestandteil des Verlagsprogrammes.
Arne Houben stellte seinen Verlag auf zwei Beine, das Verlagsprogramm und die Auftragsproduktionen. Zu Letzteren gehören vor allem Broschüren, Kataloge, Dorfchroniken und vieles mehr. „Das war damals ein wichtiger Bereich, um auch Einnahmen zu bekommen, gerade als junger, noch unbekannter Verlag“, so der Verleger. Auch heute gehört dies weiterhin zum Rhein-Mosel-Verlag, auch wenn der Anteil der Auftragsproduktionen am Verlagsgeschehen insgesamt geringer geworden ist.
Dafür sind andere Bereiche hinzugekommen. So Mitte der 90er-Jahre die Internetagentur, als der Reiseführer „Die Mosel“ im Internet mit großem Erfolg präsentiert wurde. Schon kurz danach kamen Anfragen von Firmen, Verbänden und Touristikern, die ebenfalls im Internet präsent sein wollten. Aus diesen Anfängen hat sich mittlerweile ein wichtiges Geschäftsfeld entwickelt, wobei der Verlag heute vom großen Firmenauftritt bis zur einfachen Homepage alles im Internet produziert.













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