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Trimbser Möhnen präsentierten erstmals eine Prinzessin

Trimbs - In der Möhnensitzung im Saalbau „Zur Nette“ gab es jetzt eine Premiere. Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte präsentierten die Trimbser Möhnen eine eigene Prinzessin, die samt ihrem Gefolge in die Narrhalla einzog und sich „als Prinzessin für eine Nacht“ auf der Bühne selbstbewusst den närrischen Untertanen präsentierte.
Die Zuschauer waren sofort angetan vom Liebreiz der Regentin. Sie wird als „Heidi von der Baltes-Juste-Burg“ (Heidi Haupt) in die Dorfgeschichte eingehen. Zu ihrem Gefolge gehören Hofnarr Hans (Reinhold), der weibliche Hofmarschall Anke (Reinhold-Braun) und das Funkenmariechen Michaela (Nördershäuser).
Weil es in Trimbs nur alle zwei Jahre eine Möhnensitzung gibt, können die Büttenredner auf der Suche nach dörflichen Anekdoten aus dem Vollen schöpfen. Mathilde, die als „Lausterbüx“ immer Augen und Ohren offenhält, hatte so viel beobachtet, dass sie nach ihrem spannenden Vortrag nochmals auf die Bühne zurückkehrte, um einige Geschichten nachzutragen. Viel zu erzählten hatten sich auch „de Pitter on de Paul“, alias Heidi Haupt und Michaela Nördershäuser. Beide trafen sich als Kumpels in der Kneipe, um über sich und andere zu lästern. Neuigkeiten aus dem Dorf tauschten Michelle und Stefanie Schmidt in der Rolle von „Ann on Sann“ aus. Die jungen Damen haben die Nachfolge ihrer Omas angetreten.
Wenn auch die Trimbser Möhnen den Großteil des Programms selbst bestreiten, so lassen sie doch gerne Gäste auf ihre Bühne. Dazu gehörten die „Cheerleader“, eine Kindertanzgruppe aus Welling, und das „Hausfrauenballett“ aus Hausen, dessen Akteure als Afrikanerinnen das Programm bereicherten. Eine Augenweide sind die blau-weißen Funken. Die jungen Damen hatten ihren Tanz selbst einstudiert. Ebenso hübsch anzusehen waren die als Piraten verkleideten Mitglieder des Möhnenballetts. Das Männerballett trat mit dem Shakira-Song „Waka Waka“ in der Aufmachung afrikanischer Arbeiterinnen auf.
An Büttenassen mangelt es den Trimbsern weiß Gott nicht. Gerti Westermeier stieg gleich zwei Mal in die Bütt. Über ihre Nachbarschaften ließen sich Agnes Faul, Margitta Harmonyik und Birgit Högner aus. Bettina und Brigitte Müller wollten sich das Autofahren selbst beibringen. Bevor die Jazztanzgruppe des TV Trimbs das Finale einläutete, wagten sich die Seniorinnen nochmals auf die Bretter. Sie hatten Pappkartons umgeschnallt und nannten sich das „Schachtelballett“.
Zu Beginn der Sitzung hatten alle Möhnen unter der Regie ihrer Vorsitzenden Bettina Müller ein selbst verfasstes Lied zum Besten gegeben. Zum Finale, gegen 1.30 Uhr, erschien dann der Möhnennachwuchs, um das Stimmungsbarometer nochmals anzukurbeln. Durchs Programm führte Silvia Große. Heinz Israel

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