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Sehr defensiv gerechneter 58-Millionen-Etat

Fußball-Bundesligist dürfte die Lizenz für 2013/14 von der DFL ohne jede Beanstandung erhalten - Puffer für Mehrausgaben und erneuten Gewinn

Julian Baumgartlinger (im Zweikampf mit dem Hoffenheimer Fabian Johnson) konnten sich die 05er im Sommer 2011 leisten als Zugang trotz der fälligen Ablösesumme von jenseits einer Million Euro. In Mainz hat der Mittelfeldarbeiter seinen Marktwert längst enorm gesteigert. Foto: dpa
picture alliance / dpa

An diesem Samstag (15.30 Uhr) tritt der FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim an. Beide Klubs haben am Tag zuvor bei der Deutschen Fußball-Liga in Frankfurt ihre Lizenzunterlagen für die Saison 2013/14 eingereicht. Die Unterschiede sind gewaltig.

Die TSG hat Geld wie Heu, der Mäzenatenklub im Kraichgau musste noch nie die Ausgaben an den Einnahmen aus dem Fußballbusiness ausrichten, und das wird in der kommenden Spielzeit nicht anders sein. Dennoch kämpft der vom Milliardär Dietmar Hopp gepamperte Retortenklub auf dem vorletzten Tabellenplatz gegen den Absturz in die Zweite Liga an.

Die Mainzer planen defensiv, manche würden das schon knauserig nennen, sämtliche Einnahmen müssen und werden im Fußballgeschäft erwirtschaftet, der Klub schreibt finanziell seit fünf Jahren Gewinnstorys, und das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der kommenden Spielzeit nicht anders sein. Und dennoch halten sich die 05er seit Monaten auf einem einstelligen Tabellenplatz - in Schlagdistanz zu den internationalen Rängen.

Gewinn auch in dieser Saison

Für die Spielzeit 2012/13 ist der FSV Mainz 05 mit einem Planetat von 51 Millionen Euro angetreten. Am 30. Juni wird der Klub wohl einen Umsatz von knapp über 60 Millionen Euro ausweisen. Auch da werden wieder zwei, drei, vier Millionen Gewinn drinstecken nach Steuern. Die Mehreinnahmen stammen aus stattlichen Transfereinnahmen (sechs bis sieben Millionen Euro), aus dem Einzug in das Viertelfinale im DFB-Pokal, aus höheren TV-Geldeinnahmen dank guter Tabellenplatzierungen.

Puffer auch im nächsten Etat

Für die Spielzeit 2013/14 planen die 05er mit einem Gesamthaushalt in Höhe von 58 Millionen Euro. Und auch das ist wieder maximal knapp kalkuliert: mit 0 Einnahmen auf der Transferseite, mit 100 000 Euro für die erste Runde im DFB-Pokal sowie mit TV-Geld-Einnahmen auf der Basis von Tabellenrang 12 bis 14. "Auch da haben wir also noch einen ordentlichen Puffer für ein Plus auf der Einnahmenseite. Diese defensive Planung wird von der DFL in Frankfurt sehr wohlwollend begleitet." Sprich: Die 05er werden die Lizenz erneut ohne auch nur die geringsten Beanstandungen erteilt bekommen.

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