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  • Wolfgang Pees hat Führerschein für Elefanten

    Westerwaldkreis. „Vor 40 Jahren bin ich das erste Mal in Indien auf einem Elefanten geritten. Allerdings saß ich immer hinten auf dem Elefanten in einem Korb.“ Dies sind die Worte von Wolfgang Pees, der im Dezember vergangenen Jahres erfolgreich seinen „Elefanten-Führerschein“ bestanden hat. In den Jahren 1982 und 2009 unternahm er bereits weitere Reisen zu den liebenswerten Riesen.

    2011 wurde Wolfgang Pees aufgrund einer Fernsehsendung auf Bodo Förster aufmerksam. Dieser lebt schon seit mehr als 20 Jahren in Thailand und arbeitet dort mit Elefanten. In der Fernsehsendung wurde erwähnt, dass man innerhalb von 14 Tagen den so genannten „Elefanten-Führerschein“ erwerben kann. Daraufhin hat Wolfgang Pees sich umfassend im Internat über das Thema informiert (unter www.elephant-tours.de) und später Kontakt zu Bodo Förster aufgenommen. „Meine Frau hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich ihr von meinem Vorhaben erzählt habe“, sagt Pees lachend. „Meine Söhne und Freunde waren eher der Meinung: Wenn nicht jetzt, wann dann?“.


    Als alle Formalitäten wie Impfungen beim Arzt geklärt waren, ging es am 28. November 2011 los ins weit entfernte Mae Sopok, wo Pees die anderen Kursteilnehmer traf. Nach einem Essen und einer Dusche ging es für alle weiter ins Elefanten-Camp. „Die Straße zum Camp war in einem sehr schlechten Zustand“, berichtet er. Am Ort wurden alle Teilnehmer von den Mahouts (Elefantenführer) in Empfang genommen. Mahouts verbringen ihre gesamte Zeit im Camp, nur während der Regenzeit kehren sie in ihre Dörfer und zu ihren Familien zurück.


    Der nächste Tag war für alle ein ganz besonderer, denn Förster teilte jedem seinen Elefanten zu. „Wir haben uns alle auf den Boden gesetzt und die Elefanten wurden von den Ketten befreit. Bodo hat jedes Tier beobachtet und konnte so jedem Teilnehmer einen Elefanten zuordnen. Für mich war es faszinierend zu sehen, wie feinfühlig diese riesigen Tiere sich uns gegenüber verhielten.“ Wolfgang Pees wurde die 3,5 Tonnen schwere, 2,30 Meter hohe und circa 55 Jahre alte Mae Kledek zugeordnet. Dann ging es erst richtig los. Die Mahouts brachten allen Teilnehmern die ersten von insgesamt 13 Kommandos bei und zeigten, wie man seinen Elefanten aufsattelt oder badet. Dabei wurde niemand verschont, auch die weiblichen Teilnehmerinnen nicht. Jeder musste sich um sein eigenes Tier kümmern. Jeden Morgen ging es zu Fuß zu den Nachtlagern der Elefanten und von dort zurück ins Camp zu einer weiteren Unterrichtsstunde.


    Es gab auch Tage, an denen die Gegend nicht auf den Rücken der Elefanten erkundet wurde. Die Kursteilnehmer besuchten dann stattdessen Märkte und Tempel, aber auch ruhige Orte, an denen fast keine Touristen waren. Das „Thai Elephant Conservation Center“ (TECC) in Lampang war ebenfalls Ausflugsziel. Dabei handelt es sich um ein Elefanten Release-Projekt, das unter anderem von dem königlichen Hof und dem World Wildlife Fund (WWF) unterstützt wird (Mehr zum Projekt unter der Adresse http://ku-rz.de/22y4).


    Während seines Aufenthalts in Thailand erlebte Wolfgang Pees viele schöne Dinge. Verständlich, dass der Abschied von den Elefanten und den Menschen allen sehr schwer fiel. „Wir haben Bilder und Videos ausgetauscht und stehen weiterhin in Kontakt.“ Die schönste Erinnerung für Wolfgang Pees war jedoch, das zweite Bad mit seiner „Dame“. „Beim ersten Mal hat sie mich abgeworfen, beim zweiten Mal jedoch konnte ich mich halten, obwohl sie alles daran gesetzt hat, mich erneut abzuwerfen.“


    Alle Teilnehmer haben den Aufenthalt in Thailand genossen und wollen sich in vier Jahren dort wieder treffen. Anfang September dieses Jahres ist Wolfgang Pees sogar als Überraschungsgast auf dem Geburtstag von einem der Teilnehmer eingeladen.

    Von unserere Mitarbeiterin Kira Wille

    Elefantenführerschein: Fotos vom Abenteuer mit den liebenswerten Riesen
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