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    NordhofenMüll-Skandal: 19 Tonnen stinkender Lebensmittel illegal entsorgt

    Illegal entsorgte Lebensmittelabfälle haben in der Ortsgemeinde Nordhofen für Aufregung und Ekel gesorgt.

    19 Mülltonnen voller stinkender Abfälle wurden vermutlich vergangenes Wochenende bei Nordhofen achtlos weggeworfen.
    19 Mülltonnen voller stinkender Abfälle wurden vermutlich vergangenes Wochenende bei Nordhofen achtlos weggeworfen.
    Foto: honorarfrei

    Von unserer Reporterin Verena Hallermann

    Insgesamt 19 handelsübliche 240-Liter-Tonnen mussten am Mittwoch aus dem Gemeindewald der Gemarkung Quirnbach entsorgt werden. Bislang unbekannte Täter hatten die gammelnden Abfälle achtlos am Wegrand abgelagert. Helmut Zender, Ortsbürgermeister von Nordhofen, ist mehr als verärgert. Denn die Kosten für die Entsorgung muss die Gemeinde als Eigentümer des Waldes voraussichtlich selbst tragen. "Es ist natürlich zu hoffen, dass die Leute erwischt werden", betont Zender. "Nicht nur aus Kostengründen, sondern vor allem aus ökologischen Gesichtspunkten ist das ärgerlich."

    Bei den Abfällen handelt es sich um gärende und entsprechend stinkende Essensreste, teilt die Kreisverwaltung mit. "Teilweise hatten die Abfälle schon eine breiige Konsistenz", sagt Pressesprecherin Alexandra Marzi. "Insofern geht von den Abfällen ein bestialischer Gestank aus." Darüber hinaus bestehe durch derartige Verunreinigungen auch die Gefahr einer Ausbreitung von Tierseuchen, warnt die Sprecherin.

    Revierförster Helmut Nett sah sich die Misere vor Ort an. Wegen der Menge der Abfälle geht er davon aus, dass die Täter einen gewerblichen Hintergrund haben. "Das ist eine Zumutung für Mensch und Tier", entrüstet sich Nett. "Wir mussten schnell handeln. So etwas ist absolut unverständlich." Es besteht die Vermutung, dass die Tonnen vergangenes Wochenende abgelagert worden sind. "Da sind regelmäßig Wanderer in der Nähe", erklärt der Büroleiter der Verbandsgemeinde Selters, Wolfgang Klaus. "Das wäre sonst früher aufgefallen." Seiner Meinung nach müssen es mindestens zwei Personen gewesen sein. Während einer den Lkw gefahren sein muss, wird der andere die Tonnen während der Fahrt vom Fahrzeug geworfen haben. "Die Tonnen sind größtenteils ausgelaufen", ärgert sich Klaus. "Die wurden nicht nur einfach abgelegt." Mittlerweile konnten die Tonnen und die Essensreste rückstandslos entfernt werden. Innerhalb des Westerwaldkreises sind keine weiteren Fälle illegaler Lebensmittelentsorgung bekannt.

    Im Kreis Neuwied und in Nordrhein-Westfalen gab es in den vergangenen Tagen indes mehrere ähnliche Vorfälle. In Castrop-Rauxel, Schwerte sowie in Haltern am See wurden literweise Lebensmittelabfälle in der Natur entsorgt, berichten die Ruhrnachrichten. Ein ähnliches Bild bot sich vor wenigen Tagen in Puderbach: 60 Mülltonnen und Fässer mit verdorbenen Lebensmitteln und einer undefinierbaren Masse wurden an einer Weggabelung abgekippt. Nach Angaben der Neuwieder Polizei könnte es sich um ein asiatisches Restaurant handeln. Asiatische Soßen im Abfall deuteten darauf hin. Ob es eine Verbindung zwischen den Fällen gibt, ist noch unklar. Die Polizei Montabaur hat sich auf Anfrage unserer Zeitung bislang nicht zu den Vorfällen geäußert.

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