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  • Jugend forscht: Hausaufgaben können per Handy abgerufen werden

    Montabaur. Niemals die Hausaufgaben vergessen und immer rechtzeitig über alle Stundenplanänderungen Bescheid wissen - an diesen beiden guten Vorsätzen sind schon ganze Schülergenerationen gescheitert. Am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur haben sich die Chancen, diese Ziele zu erreichen, inzwischen allerdings deutlich verbessert.

    Die Gruppe des Mons-Tabor-Gymnasiums beim Wettbewerb "Jugend forscht" in Koblenz.
    Die Gruppe des Mons-Tabor-Gymnasiums beim Wettbewerb "Jugend forscht" in Koblenz.

    Montabaur - Niemals die Hausaufgaben vergessen und immer rechtzeitig über alle Stundenplanänderungen Bescheid wissen - an diesen beiden guten Vorsätzen sind schon ganze Schülergenerationen gescheitert. Am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur haben sich die Chancen, diese Ziele zu erreichen, inzwischen allerdings deutlich verbessert.

    Der Grund: Seit Kurzem gibt es dort ein Online-Hausaufgabenheft, das aktuelle Nachrichten auf die Handys der jungen Leute sendet. Entwickelt haben das Programm die beiden 15-jährigen Schüler Lukas Ramroth und Niklas Stein aus Siershahn. Am Wochenende wurde es beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Koblenz präsentiert.

    Neben den beiden Zehntklässlern haben noch drei weitere Schüler des Mons-Tabor-Gymnasiums ihre Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie alle sind Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Jugend forscht“, die im vergangenen Sommer gegründet wurde und in der künftig regelmäßig technische und naturwissenschaftliche Talente gefördert werden sollen. Betreut werden die Kinder und Jugendlichen von den Lehrern Martin Zimmermann (Mathe, Informatik, Physik) und Dominik Höhn (Mathe, Chemie). 

    Lukas Werner (11) aus Montabaur hat seine Erfindung für den Wettbewerb „Jugend experimentiert“ entwickelt. Es handelt sich um einen Futterautomaten für Kleintiere, der die Nahrung für zum Beispiel Meerschweinchen oder auch Kaninchen bei Abwesenheit der Halter dosiert. „Das Futterreservoire ist außen am Käfig angebracht“, erklärt der Nachwuchsforscher. Wenn die Schale im Terrarium leer ist, registriert eine Waage das fehlende Gewicht und es rutscht automatisch wieder so viel Nahrung hinein, dass die Schale den alten Füllstand erreicht.

    Mit der Sauerstoffabgabe von Zimmerpflanzen hat sich Sascha Senko (14) aus Leuterod beschäftigt. Dank seiner selbst entwickelten Messvorrichtung kann er feststellen, welche Pflanze wie viel Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandelt. Dazu werden einzelne Blätter der Gewächse unter Wasser gehalten, und die abgegebenen Sauerstoffbläschen werden von einem Trichter gesammelt. „Es könnte sein, dass einige Zimmerpflanzen besonders gute Atemluft produzieren“, erklärt der Schüler. Die Sieger in seinem Testversuch hießen übrigens „Große Flamingoblume“ und „Henne mit Küken“.

    Ein besonders zukunftsträchtiges Projekt hat sich Maximilan Albers (14) aus Montabaur ausgedacht. Mit seinem Versuchsaufbau kann er Sonnenenergie chemisch abspeichern und anschließend zum Beispiel zur Gewinnung von warmem Wasser nutzen. „Das System funktioniert so ähnlich wie ein Taschenwärmer“, erklärt der Achtklässler. Im Gegensatz zu den bekannten Wärmekissen ist zur Reaktivierung jedoch kein warmes Wasserbad, sondern lediglich das Sonnenlicht erforderlich. „Am besten funktioniert es in warmen Ländern, zum Bespiel im Mittelmeerraum“, sagt der Schüler.

    Auch das Online-Hausaufgabenheft von Lukas Ramroth und Niklas Stein soll grundsätzlich überall verwendbar sein. Die beiden Schüler haben eine Schnittstelle programmiert, die es ermöglicht, auch die Stundenpläne anderer Schulen einzuspeisen. Wenn die Schulsekretärin eine aktuelle Stundenplanänderung in den Computer einträgt, erhalten die Schüler eine Nachricht auf ihrem Handy. Auch die Hausaufgaben können online abgerufen werden, falls sie jemand in das Programm eingepflegt hat. Theoretisch würde es also zukünftig reichen, wenn ein einziger Klassenkamerad die Aufgabenstellung mitschreibt und sie anschließend am Computer einträgt. Voraussetzung ist lediglich, dass dieser Schüler genauso zuverlässig ist wie das neue Programm.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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