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  • Schüler bemalen Schiffsplanke der Hoffnung

    Nentershausen. Der blaue Himmel über dem blauen Meer, darüber schweben die Friedenstaube, das Friedenszeichen und eine rote Blume, darunter Schiffe, auf denen Flüchtlinge vor dem Krieg fliehen. All dies haben die Schüler der Klasse 7c der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus Nentershausen im Sozialkundeunterricht von Susanne Behlau auf einer Schiffsplanke aus feinem Buchenholz verewigt.

    Schulleiter Stefan Szasz (hinten links) und Sozialkundelehrerin Susanne Behlau (vorne rechts) sind stolz auf ihre Schüler: Die Klasse 7c der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus beteiligt sich mit großer Hingabe am Projekt "Leben Retten!" des Kinderhilfsmissionswerk. Gemeinsam haben sie eine Schiffsplanke gestaltet, die bald als Teil eines Ganzen auf Friedensmission durch Deutschland tourt.  Foto: Susanne Willke
    Schulleiter Stefan Szasz (hinten links) und Sozialkundelehrerin Susanne Behlau (vorne rechts) sind stolz auf ihre Schüler: Die Klasse 7c der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus beteiligt sich mit großer Hingabe am Projekt "Leben Retten!" des Kinderhilfsmissionswerk. Gemeinsam haben sie eine Schiffsplanke gestaltet, die bald als Teil eines Ganzen auf Friedensmission durch Deutschland tourt.
    Foto: Susanne Willke - Susanne Willke

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    Sie nehmen an der Aktion des Kindermissionswerkes "Leben retten!" teil. Überall in Deutschland gestalten Mädchen und Jungen 1,20 Meter lange Holzplanken mit bunten Bildern oder Botschaften an politisch Verantwortliche. Aus rund 1000 zusammengetragenen Holzplanken soll nach und nach symbolisch ein großes Rettungsboot entstehen, das im Laufe des Jahres bundesweit bei verschiedenen Veranstaltungen der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

    Die Schüler Sven Frink und Corinna Frink berichten, wie sie zu dieser Aktion gekommen sind. Alles begann mit Manizha Yacobie aus Afghanistan. Anfang Februar kam die Dreizenjährige in ihre Klasse. Sie war zusammen mit ihrem kleinen Bruder in der fünften Klasse aufgenommen worden, spricht gut Englisch und lernte auf diesem Weg schnell, sich auch in deutscher Sprache zu verständigen. Nicht lange, und sie durfte in die Klassenstufe sieben zu ihren Altersgenossen wechseln. Dort wurde sie offen und neugierig aufgenommen: "Ich fühle mich gut", sagt Manizha zurückhaltend, weil alle Augen auf sie gerichtet sind. Unter sechs Augen ist es für sie einfacher. Auf die Frage, welchen Weg ihre Familie auf sich nehmen musste, um nach Deutschland zu kommen, erzählt sie in einem Gemisch aus Englisch und Deutsch, sie seien zu Fuß und streckenweise mit Autos von Afghanistan in den Iran gelangt, von dort zu Fuß in die Türkei, mit einem kleinen Boot von Izmir nach Griechenland, von Athen kamen sie mit einem großen Schiff weiter, dann über die Balkanroute nach Deutschland. So jedenfalls sind ihre Erinnerungen. Mittlerweile wohnt sie im Rhein-Lahn-Kreis, sie und ihre Geschwister gehen unter anderem in Nentershausen zur Schule, ihre Eltern lernen Deutsch in einem privaten Kurs.

    Die Geschichte der neuen Klassenkameradin, die Mitschüler Tobias Heutmann auch für die Schülerzeitung aufschreiben möchte, macht die Klasse 7 c betroffen. Die Aktion des Kindermissionswerks war deshalb für die jungen Menschen ein willkommener Anlass "ihrer Sorge um die Gleichaltrigen, die ihre Heimat verlassen mussten" (Zitat Kindermissionswerk), Ausdruck zu verleihen. Nicht umsonst schrieben sie auf ihre Schiffsplanke "Nicht aufgeben" und "Hoffnung siegt". Sie möchten diese Botschaften der Welt und den verantwortlichen Politikern ans Herz legen. "Ich bin so stolz auf diese Schüler", sagt Susanne Behlau und beobachtet amüsiert und streng zugleich, mit welchem Eifer sich ihre Klasse mit der Aktion befasst und bei all dem höchst demokratisch verfährt. Und die jungen Menschen tun noch mehr, sie kümmern sich um Manizha, so sehr, dass das Mädchen ihre Heimat kaum vermisst und sogar schon wieder an ihr Hobby, nämlich Fußball spielen, denkt.

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