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  • Rattengift ausgelegt? Hundehalter in Sorge

    Rennerod. Eine Hundehalterin aus Rennerod hat Anzeige erstattet, weil ihr Yorkshireterrier offensichtlich das Opfer einer Giftattacke wurde. Die Frau hegt den Verdacht, dass im Bereich der Bahnhofstraße bewusst Giftköder ausgelegt werden.

    Die Yorkshire Terrier-Hündin „Lilli“ wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer einer Giftattacke.
    Die Yorkshire Terrier-Hündin „Lilli“ wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer einer Giftattacke.
    Foto: Elke Hufnagl

    Von unserem Redakteur Michael Wenzel und unserer Mitarbeiterin Elke Hufnagl

    Ihr Hund konnte nach mehrmaliger Behandlung vom Tierarzt gerettet werden. Nach Informationen der WZ ist dies nicht der einzige Fall. Zwei weitere Vierbeiner sollen ebenfalls Opfer einer Giftattacke geworden sein. Bei den Tierbesitzern in Rennerod geht deshalb die Angst um.

    Die betroffenen Hundehalter reagierten prompt, als die ersten Vergiftungssymptome bei ihren Lieblingen auftauchten, und gingen zum Tierarzt. Die Tiere überlebten. Das Gift war vermutlich in den Vorgärten ausgelegt worden. Die Familien haben Kinder – auch die hätte es treffen können. Eine Hündin, die mit Vergiftungserscheinungen vom Tierarzt behandelt wurde, ist Terrier Lilli.

    Hund spuckte Blut

    Wie ihre Besitzerin, die aus Angst vor weiteren Anschlägen anonym bleiben will (Anmerkung: Name ist der Redaktion bekannt), berichtet, spuckte ihr vierbeiniger Liebling plötzlich Blut. Sofort suchte sie mit Lilli den Tierarzt auf. Als dieser die Temperatur messen wollte, blutete der Hündin auch rektal. Der Tiermediziner vermutete eine Vergiftung mit Rakumin (Rattengift) und handelte sofort. Er konnte – wie bei den anderen betroffenen Hunden, die inneren Blutungen stoppen. Lilli erholte sich zwar zuerst, dann ging es ihr aber wieder schlechter als in den Tagen zuvor. Lillis Frauchen hat Angst um ihren tierischen Mitbewohner, der zu diesem Zeitpunkt am Tropf hängt. „Man fühlt sich regelrecht wie in einem Horrorfilm", sagt sie traurig.

    Bei einem Dackel, dessen Halterin ebenfalls nicht namentlich genannt werden möchte, verhielt es sich ähnlich: „Mein Hund hatte ganz schlimmen Durchfall, und er erbrach sich", schildert die junge Tierhalterin das Geschehen. Als der Dackel Schaum mit Blut spuckte, packte sie ihn ins Auto und fuhr zum Tierarzt. In der Praxis hatte er wässrigen Durchfall, der ebenfalls mit Blut vermischt war. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends.

    Angst geht um

    „Mein Dackel musste für 24 Stunden in der Praxis bleiben. Die Blut- beziehungsweise die Leberwerte waren erschreckend hoch. Wir haben sehr viel Glück gehabt. Mein Dackel ist erst ein Jahr alt. Und nun werden es irgendwie immer mehr Tiere, die hier vergiftet werden. Ich habe regelrecht Angst davor, mit den Hunden raus zu gehen", erzählt die junge Frau.

    Die betroffenen Hundehalter suchten die Gärten ab und fanden „bunte Körner" und eine Speckschwarte. Zurzeit wird alles in einem Labor untersucht. Die Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Doch nicht nur Hunden soll bislang nach dem Leben getrachtet worden sein. So soll im Vorgarten einer Katzenbesitzerin „Am Buschhorn" ein Stück Fisch gefunden worden. Ihre Nachbarin will nachts gegen 23.30 Uhr eine Person mit dunkler Kleidung und dunkler Kopfbedeckung in diesem Vorgarten gesehen haben.

    Hinweise an die Polizeiinspektion in Westerburg unter Telefon 02663/98050.

    Rattengift in Frikadelle: Hundehasser legt Köder im Westerwald aus
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