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    Ransbach-BaumbachÄrger im im Ransbach-Baumbacher Tierheim

    Das Tierheim in Ransbach-Baumbach hat einen neuen Vorstand. Die Einrichtung, die vom Verein Glückshunde gepachtet wurde und ehrenamtlich betrieben wird, wird nun von Anna Burgmann und Boris Müller zusammen mit dem Vorsitzenden des Pächtervereins, Christian Knappe, geführt. Vorausgegangen waren interne Meinungsverschiedenheiten im früheren Vorstand, die dazu führten, dass das Tierheim zeitweise verwaist war.

    Foto: Verena Hallerman

    Von unserer Reporterin Verena Hallermann

    "Wir sind dabei, uns komplett neu aufzustellen", sagt Christian Knappe. "Es läuft gut. Nach und nach haben wir wieder Tiere aufgenommen." Hintergrund: Die ehemalige Leiterin des Tierheims, Gabriele Ziekur, hatte den Vorsitz und die Mitgliedschaft im Verein Glückshunde nach zwei Jahren vorzeitig niedergelegt. Nach eigenen Angaben seien Differenzen unter den Mitgliedern sowie eine hohe Belastung der Grund für diesen Schritt gewesen. Daraufhin habe sie die Hunde und Katzen in Absprache mit den zuständigen Organisationen und dem Verein Glückshunde in andere Tierheime und Pflegestellen untergebracht, betont sie.

    Der Verein will davon nichts gewusst haben. "Wir sind davon ausgegangen, dass sie die Tiere vermitteln und nicht einfach wegbringen möchte", erklärt Knappe. Bis heute lägen keine Vermittlungsverträge beim Verein vor. Auch sei unklar, wo die Tiere hingekommen sind. "Ein Tierheim hat uns informiert, dass drei Hunde von uns nun dort wären", ergänzt der Vorsitzende. "Von den restlichen Tieren wissen wir nichts." Ziekur betont dagegen, dass sie nur zum Wohl der Hunde und Katzen gehandelt habe. Durch ihren Rücktritt als Vorsitzende sei aufgrund fehlender Genehmigungen niemand ermächtigt gewesen, sich um die Schützlinge zu kümmern. Denn das Tierheim betreiben zu dürfen, ist an den Vorsitz gekoppelt. "Die Versorgung der Tiere sicherzustellen, war in erster Linie meine Pflicht", sagt sie. Aber: Der Verein hatte zu dem Zeitpunkt bereits eine vorläufige Genehmigung erwirkt, behauptet die gegnerische Partei.

    Die internen Differenzen begannen bereits vergangenen Januar, als der Posten des Schriftführers vakant geworden war. Deswegen waren nur noch Ziekur als Vorsitzende und Christian Knappe, der damals noch Kassenwart war, im Vorstand. Knappe hatte daraufhin eine Notbestellung des vakant gewordenen Postens beim Amtsgericht Montabaur beantragt. Gemäß der Vereinssatzung wäre es aber möglich gewesen, Entscheidungen auch zu zweit zu treffen. Aber die Situation war bereits verfahren. Zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass der Verein gegen die ehemalige Leiterin rechtliche Schritte einleiten wollte. Grund: Ziekur soll eigenmächtig Kündigungen gegenüber sieben Mitgliedern ausgesprochen haben. Die ehemalige Vorsitzende dementiert den Vorwurf der Eigenmächtigkeit. Sie sagt, dass im Rahmen einer früheren Jahreshauptversammlung beschlossen worden wäre, diesen Mitgliedern zu kündigen. Dabei soll es sich um Mitarbeiter handeln, die sich nur wenig im Verein engagierten. "Das ist nicht rechtens", erklärt Robert Schneider, Fachanwalt für Arbeitsrecht, der den Verein vertritt. "Dafür wäre ein Vereinsausschlussverfahren nötig." Außerdem wollte sie einen neuen Verein gründen, mit dem sie das Tierheim künftig leiten wollte, behauptet die gegnerische Seite. Ihr Ziel soll es gewesen sein, das Tierheim vom Verein Glückshunde abzukoppeln, weshalb sie auch Vereinsmitglieder aufgefordert haben soll, ihre Schlüssel abzugeben. Als das keine Wirkung zeigte, soll Ziekur daraufhin die Schlösser ausgetauscht haben. Ziekur begründet ihr Vorgehen damit, dass es nur eine begrenzte Anzahl von Schlüsseln gegeben hätte. Diese wollte sie aufgrund interner Differenzen nur an "vertrauensvolle" Mitglieder vergeben, wie sie sagt.

    Zwischenzeitlich hat sie eine Anzeige wegen falscher Versicherung an Eides Staat gegen Knappe bei der Staatsanwaltschaft Koblenz gestellt. Grund für diesen Schritt ist die Notbestellung vor dem Amtsgericht Montabaur. Sie sagt, dass sie in der Öffentlichkeit zu Unrecht als "kriminell" dargestellt werde. Die ehemalige Leiterin spricht von "bösartig und persönlich motivierten" Beschuldigungen. Laut Rechtsanwalt Schneider sind ihre Anschuldigungen haltlos.

    Kreisveterinär Helmut Stadtfeld bedauert den Streit innerhalb des Vereins. Mit Gabriele Ziekur habe er vertrauensvoll zusammengearbeitet. An der Kompetenz des neuen Führungsteams bestehe aber kein Zweifel, betont Stadtfeld. Die Vorkommnisse sollen keine Auswirkungen auf das Tierheim haben, macht Knappe deutlich "Es geht alles seinen gewohnten Lauf", sagt er. "Tiere sind uns jederzeit willkommen."

    Montabaur Hachenburg
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