40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Neuwied/Linz
  • » Hunde reißen mehrere Schafe: Breitscheider Bürger verunsichert
  • Hunde reißen mehrere Schafe: Breitscheider Bürger verunsichert

    Breitscheid. Für Breitscheids Ortsbürgermeisterin Roswitha Schulte fühlt es sich an, als sei "ein Stück der Familie gegangen". Drei ihrer sechs Schafe sind in den vergangenen Wochen von Hunden gerissen worden. Im Ortsteil Siebenmorgen herrscht Ausnahmezustand, sagt Schulte. Der Grund seien aggressive Rottweiler.

    Drei Schafe sind in Breitscheid Hunden zum Opfer gefallen. Jetzt soll auch das Veterinäramt aktiv werden.
    Drei Schafe sind in Breitscheid Hunden zum Opfer gefallen. Jetzt soll auch das Veterinäramt aktiv werden.
    Foto: privat

    Vor einigen Wochen wurde das erste Schaf gerissen. Schon damals hatte Schulte die Vermutung, dass es einer der vielen Rottweiler war, die ein Paar im Ort hält. Wie viele genau, wisse sie nicht. Angemeldet seien vier, Nachbarn sprächen von sieben Hunden. Eine Frau sei schon gebissen worden, mal sei ein Hund in das Haus eines Nachbarn eingedrungen. "Viele haben Angst", sagt Schulte. Denn trotz der Vorfälle hatte die Waldbreitbacher Verwaltung zunächst keine Handhabe, gegen die Halter vorzugehen. Es fehlten Beweise. Bis jetzt. In dieser Woche rissen zwei der Hunde zwei Schafe, dieses Mal konnte es Michael Schulte, Sohn der Ortsbürgermeisterin auf einem Foto festhalten. Den Schafen helfen konnten die Schultes nicht mehr. "Ich hatte Angst, die Hunde waren wie im Blutrausch", sagt Roswitha Schulte, die hofft, dass die Verwaltung nun Konsequenzen zieht. Der Waldbreitbacher Bürgermeister Werner Grüber stellt klar: "Wir wollen dem Ganzen so schnell wie möglich ein Ende bereiten. Aber für den ersten Vorfall hatten wir keine Beweise und deswegen keine Handhabe." Nach dem jüngsten Vorfall hat die Verwaltung eine sofortige Maulkorbpflicht durchgesetzt und das Veterinäramt eingeschaltet. Dieses soll zeitnah überprüfen, ob die Tiere artgerecht gehalten werden. Dass die Hunde überhaupt noch bei ihren Besitzern bleiben dürfen, stößt bei Michael Schulte auf Unverständnis: "Es hat den Anschein, dass noch nicht genug passiert ist. Muss denn tatsächlich erst ein Kind gebissen werden?"

    Die Halterin selbst sagt gegenüber der RZ, dass ihre Hunde nur für den zweiten Vorfall verantwortlich seien. "Das sind Tiere, das ist ihr Instinkt. Das darf man nicht vergessen." Sie wolle nun Konsequenzen ziehen, die Hunde untersuchen lassen. "Gegebenenfalls müssen wir sie einschläfern lassen."

    Robin Brand

    Frau ins Gesicht gebissen: Angst nach Attacken freilaufender Hunde
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Neuwied bei Facebook
    Regionalwetter Neuwied
    Dienstag

    -6°C - -1°C
    Mittwoch

    -7°C - -1°C
    Donnerstag

    -7°C - -1°C
    Freitag

    -5°C - 0°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach