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  • Juniorwahl: Schüler geben diese Woche ihre Stimme ab

    Idar-Oberstein. Wahlkabinen, Wahlzettel und eine Wahlurne - in dieser Woche dreht sich in der Ida-Purper-Schule alles um die bevorstehende Bundestagswahl. Im Rahmen des bundesweiten Projekts Juniorwahl geben Schüler der Klassenstufen acht bis zehn von Montag bis Freitag ihre Stimmen ab.

    Schülerwahl an der Ida-Purper-Schule: Alexander Zilm und Dennis Ertel (beide am Tisch) sorgen gemeinsam mit Lehrer Boris Eberle dafür, dass beim Wählen alles mit rechten Dingen zugeht. An der Wahlurne stehen Lisa Steppe (rechts) und Madita Tschernischew. Foto: Hosser
    Schülerwahl an der Ida-Purper-Schule: Alexander Zilm und Dennis Ertel (beide am Tisch) sorgen gemeinsam mit Lehrer Boris Eberle dafür, dass beim Wählen alles mit rechten Dingen zugeht. An der Wahlurne stehen Lisa Steppe (rechts) und Madita Tschernischew.
    Foto: Hosser - Hosser

    Seit 1999 veranstaltet der Verein Kumulus bundesweit die Juniorwahl. Mehr als eine Million Jugendliche haben sich seither beteiligt und die Juniorwahl damit zum erfolgreichsten Lernort Demokratie für Schulen, Lehrer, Schüler und Politiker in Deutschland gemacht. Parallel zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen werden im Unterricht simulierte Wahlen inhaltlich vorbereitet und ausgeführt. Etwa einen Monat lang begleiten die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 aller Schulformen das Projekt.

    Der Schwerpunkt der Juniorwahl liegt dabei in der politischen Bildung. Hierfür stehen Lehrern zahlreiche spezielle Unterrichtsvorschläge zum Thema "Wahlen und Demokratie" als Anregung zur Verfügung. "Immer weniger Leute gehen wählen. Dem wollen wir für die Zukunft vorbeugen", erklärt Sozialkundelehrer Boris Eberle. Er ergänzt: "Die Schüler sollen die politische Teilhabe kennenlernen und verstehen, wie man sich aktiv an der Politik beteiligen kann."

    Seit Beginn des neuen Schuljahres wurden die rund 340 Schüler im Unterricht vorab thematisch auf die Aktion vorbereitet: "Wir haben die Direktkandidaten aus unserem Wahlkreis besprochen, im Internet recherchiert und den Wahl-O-Mat genutzt", berichtet Eberle. "Außerdem ging es darum, den Schülern den Begriff Demokratie näherzubringen."

    Anschließend wurden in jeder Klasse drei Wahlhelfer gewählt, die jeweils für die Organisation der Juniorwahl zuständig sind: sie schauen genau hin, damit alles mit rechten Dingen zugeht. Das Bildungsministerium schickte Wahlutensilien, wie Wahlkabinen, eine Wahlurne und Wahlzettel sowie Wahlbenachrichtigungen an die Schule. "Alles läuft ab wie im richtigen Wahldurchgang am Sonntag", so Eberle. "Die Wahlhelfer haben in jeder Klasse ein Wählerverzeichnis erstellt, die Wahlbenachrichtigungen ausgefüllt und an ihre Mitschüler verteilt." Zur Wahl zugelassen werden nur Schüler, die ihre Wahlbenachrichtigung mitbringen.

    "Das Projekt ist überaus wichtig, die Schüler lernen den kompletten Ablauf einer Wahl praxisnah und Schritt für Schritt", sagt Eberles Kollege Michael Ozimek. "So verlieren sie die Angst vor der Wahl und sehen, wie einfach eine Wahl im Grunde genommen ist."

    Auch die Schüler sind begeistert vom Projekt. "Ich wusste vorher nicht, wie so eine Wahl abläuft", erzählt Zehntklässlerin Sarah Pauly, die in ihrer Klasse eine von drei Wahlhelfern ist. Eine gute Idee, finden auch Lara Wolf und Jolanda Knapp, ebenfalls Zehntklässlerinnen: "Es ist super, dass wir nicht bloß theoretisch, sondern in der Praxis lernen, wie man wählt." Die Ergebnisse der Juniorwahl werden am Sonntag veröffentlicht.

    Ähnlich ist der Ablauf am Göttenbach-Gymnasium Idar-Oberstein: Rund 250 Schüler sind im Wahlfieber. Am Start sind eine neunte Klasse, zwei zehnte Klassen sowie die Sozialkundekurse der Oberstufe. Gewählt wird die ganze Woche über. Lehrerin Sandra Reichert berichtet: "Das Projekt motiviert und interessiert. Das ist eindeutig zu beobachten." Intensiv hätten die Schüler Zeitung gelesen, sich mit den Kandidaten, Programmen, Standpunkten beschäftigt. Und Spaß mache das Ganze auch: "Alles ist enorm realistisch, sodass aus der Wahl eine ernste Angelegenheit wird. Am Freitagmorgen werden die Stimmen ausgezählt: Die Ergebnisse dürfen allerdings nicht vor Sonntag, 18 Uhr, veröffentlicht werden. Eine Nachbereitung wird es sicher im Rahmen des Unterrichts geben, kündigt die Pädagogin an.

    Gewinnen die kleinen Parteien, die bei jungen Menschen beliebt sind? oder schaffen es doch die Großen? Um diese Frage geht es auch in der Realschule plus Idar-Oberstein (Rostocker Straße). An der Juniorwahl beteiligt sind neunte und zehnte Klassen. Diese Woche trafen die Wahlbenachrichtigungen ein. Am heutigen Mittwoch, Donnerstag und Freitag wird gewählt. Vorbereitet wurde die intensive Aktion im rahmen des Sozialkundeunterrichts. Für Lehrerin Christiane Steffen ist die Aktion kein "Neuland": Sie nahm bereits mit Schülern zur Landtagswahl 2011 an der Juniorwahl teil: "Ich fand die Sache spannend. Und da dachte ich mir, dass wir das bei der Bundestagswahl erneut angehen sollten." Ein paar Nichtwähler werde es geben, davon geht sie aus. Insgesamt sei die Juniorwahl aber eine ganz wichtige Sache, die Schüler an Politik heranführe und Hemmschwellen abbaue. Es entstehe Kommunikation: "Vielleicht erzählen die Schüler daheim von der Juniorwahl und motivieren so auch ihre Eltern, wählen zu gehen. wer weiß."

    Von Silke Bauer und Vera Müller

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