Na, das ist mal ein prächtiges Nikolausgewand: Reinhard Laux gibt Lutzerath seit mittlerweile 30 Jahren den Nikolaus, wie hier bei einer Feier der Caritas. Sein Hauptjob ist es allerdings, Kindern im Ort eine Freude zu machen. Foto: Kevin Rühle
Kevin Rühle
Lutzerath. Der rote Mantel ist maßgeschneidert, soll ja sitzen und bequem sein. Mit bischöflicher Mütze und lockigem weißem Bart versehen ist der Mann, der in Lutzerath seit 30 Jahren den Nikolaus gibt, auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Reinhard Laux lacht. Etwa zwei Wochen im Jahr ist er als Nikolaus in Lutzerath unterwegs, ein Termin jagt den nächsten, wie seinem handgeschriebenen Zettel zu entnehmen ist. Am Ende der "Saison", vermutlich am späten Abend des 6. Dezember, dürften es dann wohl 30 Besuche gewesen sein, alle in Lutzerath. "Wenn ich das ausweite, auch in die Nachbarorte gehe, von wo es immer wieder Anfragen gibt, sprengt das den Rahmen", lacht er. Zumal der 54-jährige Polizeibeamte in der Eifelgemeinde auch als St. Martin unterwegs ist, an einem Abend nur. Aber das auch schon seit 27 Jahren. "Ich möchte die Tradition pflegen, das ist mir wichtig, und nicht nur der Kinder im Ort wegen, diesen Brauch aufrechtzuerhalten."
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Von Petra Mix
Nicht zuletzt seines Glaubens und seiner Überzeugung wegen sammelt er in diesem, „meinem 30.“, Jahr Spenden für die Instandhaltung der Wallfahrtskirche Mater Dolorosa in Driesch. Laux, der ein gläubiger Christ ist, stammt aus diesem Lutzerather Ortsteil.