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    Bürgermeisterwahl auf dem Maifeld: Maximilian Mumm - Sozialdemokrat sieht Maifeld auf gutem Weg

    Maifeld. Eine Karriere in der Politik war früher nie das Ziel von Maximilian Mumm gewesen. 27 Jahre lang hatte der 50-Jährige aus Münstermaifeld mit Leib und Seele als Polizist gearbeitet, bevor er 2009 erstmals im Chefsessel der Verwaltung der Verbandsgemeinde Maifeld Platz nahm. Doch auch für seine Aufgabe als Bürgermeister ist Mumm Feuer und Flamme. „Ich finde meine jetzige Arbeit toll“, sagt er. Daher geht der Amtsinhaber als Kandidat der SPD zum zweiten Mal ins Rennen.

    Maximilian Mumm.
    Maximilian Mumm.
    Foto: Anne Fuhrmann

    Schon früh begann er, sich für Politik zu interessieren, und diskutierte bereits in seiner Jugend viel mit seinem Vater, einem Anhänger der CDU. „Im Gegensatz zu meinem Vater hat mir das sozialdemokratische Programm allerdings besser gefallen“, sagt Mumm, der zusammen mit seiner Frau sowie fünf eigenen und fünf Pflegekindern lebt.

    Schon 1988 trat er der SPD bei. Sein politisches Engagement ging allerdings erst dann los, nachdem der gebürtige Kölner 1996 nach Münstermaifeld gezogen war. 1999 kam er über die Liste des SPD-Ortsvereins in den Stadtrat. 2001 kandidierte er für das Amt des Stadtbürgermeisters – und wurde zu seinem eigenen Erstaunen tatsächlich von den Münstermaifeldern gewählt. Nach acht Jahren an der Spitze seiner Heimatstadt gelang ihm 2009 eine weitere Überraschung: Er holte im Rennen bei einer Stichwahl um den Posten des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Maifeld mehr Stimmen als Anette Moesta (CDU) und löste die damalige Amtsinhaberin ab. „Ich hatte damals selbst zwar mit einem guten Ergebnis bei der Wahl gerechnet, aber nicht mit einem Sieg.“

    Ende September läuft seine derzeitige Amtszeit ab. Mumm musste nicht lange überlegen, ob er noch einmal antreten will. „Die Arbeit macht mir riesigen Spaß. Ich habe ein tolles Team. Und ich glaube, das zu erfüllen, was die Menschen von einem Bürgermeister erwarten“, sagt der Vorsitzende der Maifelder SPD. Dabei gehe es ihm nicht darum, wichtig zu sein, sondern anderen das Leben so ruhig wie möglich zu machen. „Wenn es keinen gibt, der sich für andere engagiert, wäre die Gesellschaft ärmer“, meint er. Viel Wert legt Mumm darauf, dass seine Tür offen ist und er sich Zeit für die Einwohner der Verbandsgemeinde nimmt. „Man kann nicht immer ,Ja‘ sagen, aber man kann sich die Probleme anhören“, sagt er. Dabei reiche Wissen allein nicht aus. „Es ist wichtig, in erster Linie Mensch zu sein“, hebt er hervor.

    Stolz ist der Verwaltungschef auf die steigenden Besucherzahlen. „Wir haben in den Vorjahren im Tourismus schon viel geschafft, zum Beispiel bei der Tourist-Info“, sagt er. Er sieht aber noch weiteres Potenzial. Dazu zählt für ihn die geplante Erweiterung des Radwegs von Ochtendung nach Bassenheim, die zusätzliche Gäste auf das Maifeld locken soll. Sinnvoll sei es auch, innerhalb der Verbandsgemeinde zu differenzieren. Während vor allem Münstermaifeld touristisch attraktiv ist, sieht Mumm die Stärken von Polch und Ochtendung im Bereich Wirtschaft.

    Auch im Hinblick auf den demografischen Wandel ist nach seiner Ansicht bereits einiges passiert. Um die ärztliche Versorgung zu erhalten, sei man schon an Konzepten dran. „Außerdem müssen wir uns bei der mobilen Pflege so aufstellen, dass die Menschen möglichst lang in ihrem Zuhause bleiben können.“ Nötigenfalls müsse die Verbandsgemeinde dafür Geld in die Hand nehmen. „Deshalb sind jetzt im Haushalt 50.000 Euro eingestellt.“ Als Erfolg wertet es Mumm zudem, dass es nun einen Demografiebeauftragten in der Verbandsgemeinde gibt.

    Wichtig findet er eine „gesunde Entwicklung“ der Gemeinden. Um Kitas und Schulen zu erhalten, brauche es Neubaugebiete. Man dürfe aber nicht die Ortskerne aus dem Blick verlieren. „Das unsere Verbandsgemeinde derzeit wächst, zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Auch für eine „anständige Ausstattung der Grundschulen“ will er sich einsetzen.

    Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

    RZ-Wahlfragebogen: Maximilian Mumm antwortet

    Bei welchem Ereignis der Weltgeschichte wären Sie gerne dabei gewesen? Bei der WM ’74.

    Mit welcher bekannten Persönlichkeit würden Sie gerne ein Bier oder einen Wein trinken? Mit Helmut Schmidt. Er ist seit Anfang der 80er-Jahre mein Vorbild.

    Welcher Ihrer Angewohnheiten geht Ihrer Familie am meisten auf die Nerven? Die Ordnung am Schlüsselbrett. Wir sind halt viele!

    Ich bin „süchtig“ nach... der Ordnung auf meinem Schreib-tisch und danach, die Dinge nicht liegen zu lassen.

    Mich bringt zur Weißglut... Unehrlichkeit und Respektlosigkeit. afu

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