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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 9: Andreas Biebricher will das Direktmandat verteidigen

    Koblenz. Die RZ Koblenz stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Andreas Biebricher kandidiert im Wahlkreis 9 für die CDU.

    Den Justizstandort Koblenz will der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher in Zukunft weiter stärken. Dazu gehört auch, dass das Koblenzer Oberlandesgericht, das die Landesregierung 2011 schließen wollte, in der Rhein-Mosel-Stadt verbleibt
    Den Justizstandort Koblenz will der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Biebricher in Zukunft weiter stärken. Dazu gehört auch, dass das Koblenzer Oberlandesgericht, das die Landesregierung 2011 schließen wollte, in der Rhein-Mosel-Stadt verbleibt
    Foto: Peter Karges

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Noch wenige Tage sind es bis zur Landtagswahl, und die Spannung ist nicht nur bei den Politikern deutlich spürbar. Bei der CDU hofft man, die Oppositionsbänke verlassen zu können. Auf ihnen saß in den vergangenen fünf Jahren auch Andreas Biebricher, der 2011 zum ersten Mal für den Landtag kandidierte und gleich das Direktmandat in Koblenz erringen konnte. "Opposition ist wichtig, aber man möchte natürlich gestalten", sagt der gebürtige Koblenzer heute. Als er 1987, kurz nach seinem Abitur am Eichendorff-Gymnasium, in die CDU eintrat, war dies für die Christdemokraten im Land noch eine Selbstverständlichkeit, ab 1991 folgten dann aber die dürren Jahre.

    Andreas Biebricher, der in Bonn Geschichte, Politik und Staatsrecht studierte und mit einer Arbeit über Koblenz im und nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) abschloss, möchte nun einiges anders gestalten im Land. So sollen unter anderem Polizei und Justiz mehr Personal bekommen, die Infrastruktur ausgebaut und mehr Lehrer eingestellt werden. "Es kann nicht sein, dass man, wie in Koblenz geschehen, mutmaßliche Drogendealer freilassen muss, weil das juristische Personal fehlt", sagt der im Stadtteil Rübenach lebende verheiratete Familienvater.

    Was die Infrastruktur betrifft, so plädiert er klar für den Bau der Mittelrheinbrücke sowie die Sanierung bestehender Brücken und Straßen. "Laut dem Landesrechnungshof gibt es allein in Bezug auf Straßen und Brücken einen Sanierungsstau von rund einer Milliarde Euro", sagt der 47-Jährige.

    Das sind alles Vorhaben, die Geld kosten. Biebricher betont aber, dass die CDU dennoch keine neuen Schulden machen werde, sondern für eine "schwarze Null" stehe. Finanzieren will er die Pläne durch Einsparungen an anderer Stelle. Potenziale sieht er unter anderem bei den von der rot-grünen Landesregierung eingerichteten Energieagenturen sowie der Friedensakademie Rheinland-Pfalz.

    RZ-Wahlfragebogen: Andreas Biebricher antwortet

    Und was die Bildungspolitik betrifft, so seien die Vorhaben der CDU nicht nur eine Frage des Geldbeutels, hebt Biebricher hervor. Zu den Forderungen des Christdemokraten zählen die Einführung eines Zentralabiturs, flächendeckende Schulnoten ab dem dritten Schuljahr sowie die Erhaltung des dreigliedrigen Schulsystems. Was die Inklusion betrifft, so warnt Andreas Biebricher vor einem Vorgehen mit der Brechstange. Es sei wichtig, dass auch die Förderschulen gestärkt würden, da viele Eltern diese ganz bewusst aussuchten.

    Die Landtagswahl 2016 findet im Schatten der Flüchtlingskrise statt, obwohl über Flüchtlingspolitik hauptsächlich in Bonn und nicht in Mainz verhandelt wird. Biebricher setzt hierbei weiterhin auf eine europäische Lösung, betont aber, dass Julia Klöckners Vorschlag "A 2", der unter anderem tagesaktuelle Flüchtlingskontingente und Grenzzentren vorsieht, eine wichtige flankierende Maßnahme sei, damit Deutschland im Falle eines Scheiterns einer europäischen Lösung handlungsfähig bleibe.

    Gleich wie die Wahl ausgeht, sein Mandat im Stadtrat, dem Biebricher seit 20 Jahren angehört, möchte er weiter ausüben. Gerade aufgrund dieser "kommunalen Erdung" könne er sich am besten für Anliegen in Koblenz einsetzen, findet der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, der sich unter anderem auf die Fahnen geschrieben hat, dass die Kommunen vom Land eine bessere finanzielle Ausstattung erhalten.

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