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  • Oberwesel: Hotelneubau am Günderodehaus rückt in greifbare Nähe

    Oberwesel. Die Pläne, neben dem Günderodehaus ein kleines Hotel zu errichten, nehmen langsam Gestalt an: Im Mai hatte der Oberweseler Stadtrat einstimmig dafür plädiert, eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten, seitdem läuft das Verfahren. Die Pächterin des legendären Filmhaus' aus "Heimat 3", Elke Bolland, möchte einen Anbau im modernen Stil schaffen, in dem Fans der Reihe in 14 Zimmern übernachten können.

    Auf der Fläche, auf der heute noch weiße Pagodenzelte stehen, soll nach Wünschen der Pächterin des Günderodehauses bald ein kleiner Beherbergungsbetrieb seine Pforten öffnen. Liebhaber von "Heimat 3" können dann in unmittelbarer Nähe des Drehorts nächtigen.
    Auf der Fläche, auf der heute noch weiße Pagodenzelte stehen, soll nach Wünschen der Pächterin des Günderodehauses bald ein kleiner Beherbergungsbetrieb seine Pforten öffnen. Liebhaber von "Heimat 3" können dann in unmittelbarer Nähe des Drehorts nächtigen.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserer Redakteurin Martina Koch

    Den Stadtratsmitgliedern sowie den Mitgliedern der Gremien und Behörden, die den Planungen in dem sensiblen Bereich des Welterbetals zustimmen müssen, hatte die Unternehmerin, die in dem familieneigenen Betrieb "BollAnts am Park" in Bad Sobernheim tätig ist, bereits vorgestellt. Laut Bebauungsplan soll der Hotelanbau an der Nordseite des Günderodehauses entstehen. Wie das Filmhaus selbst muss auch der Hotelanbau in Hanglage errichtet werden, was für die Architekten eine Herausforderung darstellte.

    Besucher erreichen das Filmhaus mit seiner Gaststube und der Terrasse, die traumhafte Ausblicke ins Mittelrheintal bietet, auch nach Anbau des Hotels von der Oberweseler Kernstadt oder Urbar aus über die K 95. Ein Ausbau der bestehenden Anbindung an die Kreisstraße ist nach Ansicht der Planer nicht erforderlich. Im Zuge des Bauantrags müssen die Planer lediglich nachweisen, dass für die erforderliche Zahl von Stellplätzen gesorgt ist.

    An der dem Hang zugewandten Gebäudeseite, die die Besucher zu Gesicht bekommen, wenn sie sich dem Filmhaus über den Parkplatz nähern, verfügt der Hotelneubau analog zum Günderodehaus über Erdgeschoss und zwei weitere Stockwerke. Das neue Gebäude darf laut Bebauungsplan nicht höher als acht Meter (Firsthöhe) werden. Laut der dem Bebauungsplan beigefügten Unterlagen, wird der Dachfirst des Günderodehauses das begrünte Flachdach des geplanten Hotels überragen.

    Modern mit großen Fenstern, die Ausblicke die Hänge herab Richtung Süden und Osten eröffnen, soll der Baukörper des neuen Hotels aussehen. Bei der farblichen Gestaltung sind die Architekten angehalten, diese auf die bestehenden Gebäude abzustimmen. Glänzende oder reflektierende Materialien sind im sensiblen Welterbetal bei der Außengestaltung Tabu.

    Bei der Vermarktung der neuen Übernachtungsmöglichkeit sollen die Themen Wein und "Heimat 3" im Mittelpunkt stehen. Rund um die Kultreihe von Edgar Reitz ist geplant, Bilder und Filmvorführungen zu zeigen. Dafür soll es am Günderodehaus künftig einen eigenen Filmsaal geben.

    Der Oberweseler Stadtbürgermeister Jürgen Port ist davon überzeugt, dass das Konzept an diesem Ort funktionieren kann: "Liebhaber der Filmreihe können dann auf Spuren der ,Heimat' am Mittelrhein und auf dem Hunsrück wandeln. Dieses Projekt ist eine Bereicherung für alle." Oberwesel sei auf die Schaffung neuer Angebote in den Bereichen Gastronomie und Hotelgewerbe angewiesen.

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    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

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