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  • Kardinal Hummes kehrt in den Hunsrück zurück

    Buch. „Willkommen in der Heimat!“ Mit offenen Armen, Wärme und Herzlichkeit haben die Bucher „ihren“ Kardinal Claudio Hummes begrüßt, der der Heimat seiner Vorfahren am Samstag einen Besuch abgestattet hat. Höhepunkt der Visite war eine heilige Messe, in der der brasilianische Erzbischof dazu aufrief, die katholische Kirche zu stärken, die Ureinwohner im Amazonas zu respektieren und das Evangelium zu verkünden.

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    Buch. „Willkommen in der Heimat!“ Mit offenen Armen, Wärme und Herzlichkeit haben die Bucher „ihren“ Kardinal Claudio Hummes begrüßt, der der Heimat seiner Vorfahren am Samstag einen Besuch abgestattet hat. Höhepunkt der Visite war eine heilige Messe, in der der brasilianische Erzbischof dazu aufrief, die katholische Kirche zu stärken, die Ureinwohner im Amazonas zu respektieren und das Evangelium zu verkünden.

    Anlass für den Abstecher in den Hunsrück ist die Heilig-Rock-Wallfahrt. Vor genau zehn Jahren war er zum letzten Mal in Buch. Sein Vorfahr Johann Josef Hummes war 1857 wie viele seiner Landsleute nach Brasilien ausgewandert. Hummes, der als Sohn eines Landwirtes in einem von deutschen Auswanderern geprägten Dorf geboren wurde, machte eine außergewöhnliche Karriere. Nach seiner Schulzeit bei den Jesuiten trat er in den Franziskanerorden ein. Er studierte unter anderem in Rom und Genf Theologie und Philosophie. 1958 wurde er zum Priester geweiht Danach lehrte er an verschiedenen Hochschulen in Brasilien. Er setzte sich für die Ökumene und die brasilianischen Ureinwohner, die Indianer im Amazonasgebiet, ein.

    1975 erhielt Hummes den Bischofsstab. 1996 wurde er zum Erzbischof ernannt. 2001 stieg er in die Riege der Kardinäle auf. Bei der Papstwahl 2006 trat er in den Fokus weltweiten Interesses. Er wurde als der lateinamerikanische Kandidat für das Amt des Oberhauptes der katholischen Kirche gehandelt. Der dann vom Konklave gewählte Papst Benedikt XVI. berief ihn 2006 nach Rom zum Kardinalspräfekten der Kongregation für den Klerus. Nach dem Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren im Oktober 2010 trat er von diesem Amt zurück. 2011 kehrte er zurück nach Brasilien. Als Kardinal und emeritierter Erzbischof lebt er in einer Priestergemeinschaft und ist weiterhin mit pastoralen Aufgaben für die brasilianische Bischofskonferenz beauftragt.

    Bei seiner Predigt erläuterte er seine aktuellen Aufgaben. In der Ausbildung sieht er eine besondere Herausforderung. Die Missionierung der zu 98 Prozent aus Indianern bestehenden Urbevölkerung in den Weiten des Amazonas könne nur so gelingen. Er berichtete von Missionsbemühungen extremer Protestanten und evangelikaler Organisationen, die zudem sehr aggressiv gegenüber der katholischen Kirche aufträten. Hummes unterstrich während seiner Ansprache, dass sich die Kirche auch intensiv mit den wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in seiner Heimat beschäftigen müsse. Er forderte einen vermehrten Einsatz von sozioökologischen Entwicklungshelfern. Die Rechte der Ureinwohner gelte es dabei immer uneingeschränkt zu respektieren. „In jedem Ureinwohner müssen wir unsere Brüder und Schwestern erkennen.“

    Während eines Empfangs der katholischen Kirchengemeinde unterstrich „Seine Exzellenz“, so die offizielle Anrede, seine enge Verbundenheit mit dem Hunsrück. Er zeigte den Gläubigen, darunter auch einige weitläufige Verwandte, auch ein Kreuz, das ihn immer auf seinen Reisen begleitet. Dieses Symbol des Glaubens wurde ihm bei seinem Besuch 2002 von den Buchern geschenkt. Gestern zelebrierte Hummes schließlich das Pontifikalamt im Trierer Dom. wd

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