40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Ahrweiler
  • » Waldorf bringt Einwohner und Flüchtlinge zusammen
  • Waldorf bringt Einwohner und Flüchtlinge zusammen

    Waldorf. Irene Alt, die rheinland-pfälzische Ministerin für Integration, spricht immer wieder von einer "Willkommenskultur". In Waldorf bekommt die Integration der "Neubürger", eben jener Menschen aus Syrien und Eritrea, die seit einigen Wochen im Ort leben, ganz konkrete Züge.

    Ein weiterer Schritt zur Integration der "Neubürger" aus Syrien und Eritrea war der Kennenlernnachmittag bei Kaffee und Kuchen in Waldorf, moderiert vom Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten.
    Ein weiterer Schritt zur Integration der "Neubürger" aus Syrien und Eritrea war der Kennenlernnachmittag bei Kaffee und Kuchen in Waldorf, moderiert vom Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten.
    Foto: wet

    Denn beim entspannten Kennenlernnachmittag in der Vinxtbachhalle zeigten weit mehr als 50 Bürger nicht nur Interesse am Kennenlernen, sondern auch daran, Probleme und Aufgaben anzugehen, nach Lösungen zu suchen, Hilfe anzubieten und somit ein Zeichen der Integration zu setzen.

    "Auf ihrer Flucht haben diese Menschen alles zurücklassen müssen. Sie leben nun hier bei uns, unter uns und mit uns. Das Überleben ist gesichert, doch gibt es noch viele Bereiche, in denen wir mithelfen können, ein Stück Normalität zu vermitteln", sagte Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten. Zu eben dieser Normalität gehöre unter anderem das Angebot einer Beschäftigung. Das Problem: Aufgrund der rechtlichen Vorgaben können die "Neubürger" zunächst nur geringfügige Arbeiten übernehmen. Aber auch das Thema Transport wurde bei dem Treffen immer wieder angesprochen. "Von Waldorf nach Bad Breisig, wohin wir zum Einkaufen müssen, ist es doch sehr weit. Ein Fahrrad wäre da schon sehr hilfreich", meint der 17-jährige Ali, der mit seinem Onkel aus der syrischen Stadt Aleppo geflüchtet ist.

    Wie unterschiedlich die Bedürfnisse der jeweiligen "Neubürger" sind, wurde bei dem jüngsten Treffen auch durch eine Dolmetscherin aus dem Raum Bonn deutlich, welche durch Monika Niel und Maria Müller von der ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr vermittelt werden konnte. Während für eine ganze Gruppe junger Männer das Thema Arbeit an erster Stelle steht, sehen andere die medizinische Versorgung, wieder andere die Mobilität als besonders wichtig an. Grundsätzlich aber zeigte der Kennenlernnachmittag: Die Ortsgemeinde Waldorf ist auf einem guten und richtigen Weg im Umgang sowie mit der Integration der "Neubürger". Eine Vielzahl an Angeboten wie Mitfahrgelegenheiten, Sprachunterricht, Hausaufgabenhilfe sowie die Teilnahme am Sport konnten in den vergangenen Wochen bereits organisiert werden. Für die noch anstehenden Aufgaben, allen voran das Thema Beschäftigung, blickt Ortsbürgermeister Felten ebenfalls optimistisch in die Zukunft und meint: "Wir haben unterschiedlichste Handwerker hier am Ort. Zudem gibt es sicherlich den einen oder anderen ,Altbürger’, der auch Hilfe benötigt." Zur Bündelung der Angebote sowie der Nachfragen und Interessen der "Neubürger" soll ein Organisationsteam gegründet werden, was letztlich auch die Kommunikation untereinander erleichtern soll. Mitbürger, die bereit sind, sich in das Organisationsteam einzubringen, können sich bei Hans Dieter Felten unter Telefon 02636/7693 melden.

    Von unserem Mitarbeiter Andreas Wetzlar

    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Kreis Ahrweiler bei Facebook
    Regionalwetter Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Donnerstag

    4°C - 14°C
    Freitag

    3°C - 15°C
    Samstag

    4°C - 15°C
    Sonntag

    2°C - 12°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige