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  • Übers Virtuelle in die Natur: Jagd nach Pokémon bringt auch real auf Trab

    Bad Kreuznach. Der Mühlenteich ist ein schöner Ort um seine Mittagspause zu verbringen. Doch seit einigen Wochen erfreut sich die Promenade entlang der Pauluskirche größerer Beliebtheit denn je. An sonnigen Tagen sitzen bis zu 50 Menschen auf der kleinen Mauer. Sie kommen aber nicht wegen des Ambientes, sondern wegen virtueller Monster. Der Mühlenteich ist ein heißer Tipp unter "Pokémon Go"-Spielern.

    Blick aus der realen in die virtuelle Welt - wer's mag...
    Blick aus der realen in die virtuelle Welt - wer's mag...
    Foto: carsten zillmann

    Von unserem Reporter Carsten Zillmann

    Auch Carsten Schön aus Wöllstein hat es gegen 12 Uhr an die Nahe gezogen. Warum? "Hier sind drei Pokéstops nebeneinander", erklärt Schön. Pokéstops sind im Spiel zentrale Anlaufstellen. Spieler können dort virtuelle Gegenstände wie Pokébälle, mit denen die kleinen Monster gefangen werden, kostenlos einsammeln. Außerdem können sie dort Lockstoffe auslegen. "Das haben wir vor einer halben Stunde gemacht", sagt Schön, der mit seinen Freunden Marcel König und Janni Köcher auf Pokémon wartet. Der Vorteil an der Nahe ist offensichtlich: Die Radien der drei Stopps überschneiden sich - die Handys der Spieler vibrieren im 30-Sekunden-Takt. Jedes Mal ist ein Pokémon aufgetaucht, das sie nun einfangen können.

    Die Region um den Mühlenteich bringt den Zockern nicht nur viele Tierchen aufs Handy, sondern auch noch recht ungewöhnliche. "Es macht die Kombination aus Wasser und Sehenswürdigkeiten", erklärt König. Pokémon haben bestimmte Typen, beispielsweise Wasser. Alle drei entdecken nach rund drei Minuten ein Entoron, das einer Ente ähnelt. Kurios: Auf der anderen Seite füttert eine Familie reale Enten, während die drei Gamer virtuelle Beeren nach dem Entoron werfen, um es leichter fangen zu können. Versinken die Spieler in der virtuellen Welt, oder nehmen sie ihre Umwelt noch wahr? "Na ja es vibriert ja, wenn ein Pokémon kommt", sagt Schön. "Wir bekommen schon alles mit. Es ist hier ja auch sehr schön." Alle drei sind, seitdem sie das Spiel auf ihren Smartphones installiert haben, häufiger in der Natur.

    Teilweise artet die Jagd in echte körperliche Arbeit aus. 117 Kilometer sind die drei Freunde in drei Wochen gelaufen. Ein Ausflug führte sie auf die Kautzenburg. "Dort sollte es Drachen-Pokémon geben", sagt Schön. Die fanden sie nicht. "Aber da oben ist es ganz nett, schön mal da gewesen zu sein", sagt König. "Ich wäre sonst wahrscheinlich nie oben gewesen." Alle drei sind Anfang 20. "Damit gehören wir sicher in die Zielgruppe, weil wir schon auf dem Gameboy gezockt haben", sagt Schön. Allerdings zeigt ein Blick entlang der Mauer, dass Pokémon ein breiteres Phänomen ist. Viele grau melierte Herren mit Schlips machen sich auf der anderen Seite der Nahe ebenfalls auf die Jagd. Nicht wenige treten anschließend den Weg zurück in Richtung Sparkassen-Gebäude an. Neben dem Gelände vor der Pauluskirche gehören auch der Originalebrunnen am Kornmarkt und die Gegend um den Holzmarkt zu beliebten Anlaufstellen. Auf dem Land macht das Spiel allerdings kaum Spaß. "Zu Hause in Wöllstein gibt es kaum Stopps", sagt König.

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