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  • Freizeit Planungsphase im Wispertaunus ist beendet - Strecken verlaufen auch durch Sauerthaler und Welteroder Gemarkung

    Wispertaunus-Steig: 190 Wegekilometer warten auf Wanderer

    Mittelrhein/Taunus. Die Pläne, den Wispertaunus touristisch aufzuwerten, nehmen konkretere Formen an. Fünf hessische Kommunen sind die Träger des Wanderwege-Projekts, nämlich Heidenrod, Lorch, Bad Schwalbach, Schlangenbad und Rüdesheim. Gefördert wird es von den hessischen Leader-Regionen Taunus und Rheingau. Doch auch der Rhein-Lahn-Kreis ist involviert, denn die Strecken verlaufen durch Sauerthaler und Welteroder Gemarkung. Zudem ist der Initiator Robert Carrera in Welterod zu Hause.

    Beim Start an der Wisperquelle geht es über einen Balken: Rund 190 Kilometer Premiumwege sollen zum Start der hessischen Landesgartenschau eröffnet werden, die im April 2018 in Bad Schwalbach beginnt.  Foto: Thorsten Stötzer
    Beim Start an der Wisperquelle geht es über einen Balken: Rund 190 Kilometer Premiumwege sollen zum Start der hessischen Landesgartenschau eröffnet werden, die im April 2018 in Bad Schwalbach beginnt.
    Foto: Thorsten Stötzer

    Die Planungsphase ist nun zu Ende, die vorläufigen Ergebnisse wurden 50 Interessierten im Gasthaus Laukenmühle vorgestellt. „Wir sind begeistert von der Region“, versicherte vorab Jochen Becker vom beauftragten Büro „Projektpartner Wandern“ aus Bad Endbach, der Wispertaunus habe sein bisheriges Schattendasein nicht verdient. Rund 190 Kilometer Premiumwege sollen den Wispertaunus für den Wander-Tourismus erschließen und der Gastronomie zugutekommen.

    Eröffnung zur Landesgartenschau geplant

    Rund 330.000 Euro würden investiert, berichtete Heidenrods Bürgermeister Volker Diefenbach (SPD). Abzüglich von 200.000 Euro Förderung haben die fünf beteiligten Kommunen zwischen 10.000 Euro und 43.000 Euro selbst zu schultern. Der Wunsch sei es nach wie vor, die Wege zum Start der hessischen Landesgartenschau zu eröffnen, die im April 2018 in Bad Schwalbach beginnt.

    Unter dem Arbeitstitel Wispertaunus-Steig firmiert die 40 Kilometer lange Verbindung von der Mündung zur Quelle. Von Lorch führt sie stet nördlich des Flusses nach Sauerthal, Ransel und talwärts zur Kammerburg – auch in der Hoffnung, dass dort die Gastronomie wieder auflebt. Espenschied ist in etwa der geografische Mittelpunkt der Langstrecke und letzter Ort im Rheingau. Um das Dorf zu erreichen, werden die Wanderer ein Stück durch Welteroder Gemarkung marschieren.

    Jenseits des Herzbachtals erreichen die Wanderer dann Dickschied. Es geht danach hinunter zur Wisper, anschließend zum Wispersee, in den Ortsteil Wisper, zur Quelle bei Mappershain und final zum Sportplatz in Kemel. Dort ist der Anschluss zum Limeserlebnisweg, womit der Wispertaunus-Steig also zwei Weltkulturerben verbindet. Weniger als zehn Prozent der Strecke sind asphaltiert, so Becker.

    14 Rundwege von 5 bis 20 Kilometer Länge

    Ein zweites Element sind insgesamt 14 Rundwege von 5 bis 20 Kilometer Länge. Sie führen rund um Lorch, Lorchhausen, Presberg, Ransel und Wollmerschied. Espenschied ist gleich mit zwei Angeboten vertreten, dem etablierten Wispertalsteig und einem Premium-Spazierwanderweg. Dickschied-Hilgenroth, Nauroth, Wisper, Watzelhain, Langenseifen-Ramschied, Hausen-Fischbach sowie Nieder-Obergladbach bekommen ebenfalls eigene Rundwege ausgewiesen. Während alle diese Routen ins Segment-Premiumwandern fallen und über das EU-Programm Leader gefördert werden, ist die dritte Säule, eine Verbindung zwischen allen Lorcher Stadtteilen, ein IKEK-Projekt (Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept). Becker stellte dazu zwei Varianten vor – bis zu 40 Kilometer Distanz sind dabei zu bewältigen. „Das ist kein touristisches Produkt“, machte er deutlich.

    Wegepaten sollen Nachhaltigkeit garantieren

    Nach wie vor seien Trassenverlegungen möglich, auch könnten einzelne Wege noch scheitern, hieß es anschließend. Auf anstehende Detailarbeit ging Robert Carrera ein. Viele Abstimmungen und Verwaltungsvereinbarungen sind in nächster Zeit nötig. Dabei werden erneut Naturschützer, Jäger, der Forst und private Grundbesitzer einbezogen. Wie mitgeteilt wurde, gab es in Welterod Gespräche mit zwei Jagdpächtern, um eine für alle akzeptable Trasse zu finden. Nicht zuletzt werden „spannende Namen“ gesucht für die Wege, die nicht neu gebaut werden müssen. Deren Unterhaltung ist ein anderes diskutiertes Thema. Ein zentraler Wegemanager und Wegepaten sollen Nachhaltigkeit garantieren. Außerdem wollen sich die Kommunen um das Marketing kümmern. Neben der Beschilderung und Tafeln sollen Fahnen auf den Premiumweg hinweisen.

    Von unserem Mitarbeiter Thorsten Stötzer

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    Markus Eschenauer

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    Markus Eschenauer

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