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  • Sanierung: Amphitheater auf der Loreley erhält eine neue Bühne

    Mittelrhein. Die Sanierung der Loreley-Freilichtbühne beginnt im Oktober mit dem ersten Bauabschnitt. Für 4,5 Millionen Euro sollen nicht nur die Bühne und das Zeltdach erneuert, sondern das ganze Gelände sicherer und zum Teil barrierefrei gemacht werden. Die Kosten wird zu etwa 80 Prozent das Land tragen, Stadt und Bühnenpächter übernehmen jeweils rund 10 Prozent.

    Die Loreley-Freilichtbühne ist ein einmalig schöner Veranstaltungsort. Sicherheit und Logistik sind in dem denkmalgeschützten Amphitheater aber mit hohen Kosten verbunden. Foto: Jennifer de Luca
    Die Loreley-Freilichtbühne ist ein einmalig schöner Veranstaltungsort. Sicherheit und Logistik sind in dem denkmalgeschützten Amphitheater aber mit hohen Kosten verbunden.
    Foto: Jennifer de Luca

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Die Firma Loreley Venue hat die Bühne von der Stadt St. Goarshausen seit 2009 gepachtet. Die Firmengründer Frank Otto (Sohn von Otto-Versand-Gründer Werner Otto) und Ulrich Lautenschläger sind erleichtert, dass die seit 2011 geplante Sanierung des 1939 fertiggestellten Amphitheaters nun endlich beginnt. Allein die Ertüchtigung der Bühnenkonstruktion wird aufgrund der verbesserten Statik mehr und schwerere Technik ermöglichen.

    Dass sich die Sanierung mehrfach verzögerte, lag daran, dass man immer strengeren Vorschriften in puncto Sicherheit bei Großveranstaltungen gerecht werden musste, wie sie die Versammlungsverordnung in Rheinland-Pfalz vorschreibt. Doch diese Verordnung ist relativ leicht nachzuvollziehen, wenn es um Mehrzweckhallen oder Stadien geht. Für die individuellen Gegebenheiten eines denkmalgeschützten Amphitheaters sieht das völlig anders aus. Dennoch wurden für viele Stellen Lösungen gefunden, etwa für die Natursteintreppe am Eingang, die auf neun Meter Breite mit Kortenstahl zu einem geeigneten Fluchtweg werden soll. Unter Veranstaltungsexperten umstritten ist dagegen, ob Wellenbrecher ähnlich wie in Stadien geeignet sind, Tribünen und Fluchtwege abzugrenzen oder ob diese nicht eher zu Verletzungsgefahr führen.

    Konzertbesucher haben in dem Amphitheater von fast jedem Platz einen tollen Blick zur Bühne. Dennoch wird auch künftig die Sicherheit an einigen Stellen vor Konzertatmosphäre gehen. Durch den freigehaltenen Fluchtweg, der vertikal zur Bühne genau in der Mitte verläuft, wird weiterhin so mancher Künstler sich nur nach links oder rechts dem Publikum richtig zuwenden können.

    Geschäftsführer Ulrich Lautenschläger, der in diesen Wochen schon intensiv mit der Programmplanung für die Sommersaison 2017 beschäftigt ist, wünscht sich, dass nach der Grundsanierung viele weitere Probleme im Innen- und Außenbereich geklärt werden. Dabei geht es nicht nur um die Zufahrt der Bühnentrucks direkt am Eingang des künftigen Landschaftsparks. Auch die Parksituation sowie An- und Abfahrt für Besucher müsste verbessert werden. Viele Lösungen wären denkbar, unter anderem auch ein ausgelagerter Parkplatz mit Shuttle-Verkehr. Generell wird Lautenschläger zunächst die Selbstbeschränkung auf maximal 15 000 Zuschauer (zugelassen wären 18 000) beibehalten: "Betriebswirtschaftlich wird die Sanierung für uns also noch keine Verbesserung bringen."

    Für die Zukunft hält Lautenschläger es für immens wichtig, dass die Freilichtbühne weiter an eigenen Formaten arbeitet. Sehr gut laufe beispielsweise schon der Vorverkauf für das Metalfestival RockFels im Juni oder für das Loreley-Tattoo im August. Doch die Etablierung solcher Formate braucht viele Jahre. "Wir würden uns deshalb als Betreiber ein klares Signal wünschen, ob man mit uns über die Vertragslaufzeit bis 2029 hinaus, auch mit Blick auf die Buga 2031 zusammenarbeiten will." 

    Viele Faktoren im Spiel: Loreley-Freilichtbühne erhöht Fehlbetrag im HaushaltFotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anweitere Links
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