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Zweibeiner gegen Zweiräder: Gefährlicher Alltag auf Koblenzer Straßen

Koblenz - An vielen Stellen in der Stadt teilen sich Radfahrer und Fußgänger einen Weg. Oft ist es nicht anders zu machen, sagt der Radverkehrsbeauftragte Peter Gorius. "Zum Beispiel in der Löhrstraße zwischen Rizzastraße und Friedrich-Ebert-Ring: Der Weg ist in anderer Richtung Einbahnstraße, sodass die Radler nicht auf die Straße können. Und man hat nun mal nur einen bestimmten Platz zur Verfügung. Auf der einen Seite sind Häuser, auf der anderen Bäume." Nicht immer sei die Regelung glücklich, räumt er ein.

Keine ganz klare Regelung gibt es übrigens, wenn es um das Thema Klingeln geht. Denn manche Passanten verstehen ein Klingeln so, dass sie sofort zur Seite springen müssen - und reagieren entsprechend ungehalten. In anderen Fällen verzichtet der Radler extra aufs Klingeln, um niemanden zu nötigen und wird dann manchmal angeherrscht, er solle doch gefälligst klingeln. "Wie man’s macht, macht man’s verkehrt."

An anderen Stellen sind die Radfahrer mangels Radweg gezwungen, auf einer möglicherweise viel befahrenen Straße zu fahren. Häufig nehmen die Zweiradfahrer den Autoverkehr dabei als Gegner, gar als Feind wahr, sagt Peter Gorius. "Es ist schon so, dass manche Autofahrer zu dicht an Fahrradfahrern vorbeifahren, aber ich denke, das machen sie nicht aus böser Absicht oder weil sie jemanden ärgern wollen." Sondern weil sie einfach nicht darüber nachdenken oder selbst im Alltag vielleicht keine Radfahrer sind und deshalb nicht wissen, wie sich das anfühlt, wenn jemand dicht an einem vorbeirast. Außerdem wissen viele Autofahrer gar nicht, dass sie vom Radfahrer einen Sicherheitsabstand von etwa 1,50 Meter einhalten müssen. Notfalls kann der Radfahrer aber auch selbst verhindern, dass das Auto eng an ihm vorbei fährt. Indem er nämlich seinen Seitenabstand zu parkenden Autos von etwa einem Meter einhält, verhindert es oft, dass er überholt wird.

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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