Wenige bedürftige Familien nutzen Bildungspaket für Kinder
Koblenz - Das Teilhabe- und Bildungspaket für bedürftige Kinder wird auch in Koblenz nur von einem Bruchteil der Zielgruppe genutzt. Von 3500 anspruchsberechtigten Hartz-IV-Empfängern haben bisher nur 799 Leistungen wie Zuschüsse zum Schulbus oder Vereinsbeitrag abgerufen. Das hat die Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen im Stadtrat mitgeteilt.
Insgesamt haben 1338 Personen Anträge auf Leistungen aus dem Paket gestellt, die Zahl steigt stetig an. Neben den Hartz-IV-Empfängern haben bisher 525 Empfänger von Kinderzuschlag und Wohngeld (von 1650) und 14 Sozialhilfeempfänger (von 15) das Bildungspaket genutzt. 49 865,70 Euro wurden bisher für die verschiedenen Leistungen für Kinder abgerufen.
Besonders gefragt sind die Zuschüsse für Schulessen und -ausflüge. Ein Überblick über die Leistungen, für die insgesamt 1653 Anträge gestellt wurden:
- ein- oder mehrtägige Schul- und Kitaausflüge: 343
- persönlicher Schulbedarf (Zahlen von Hartz-IV-Empfängern liegen nicht vor): 288
- Schülerbeförderung: 21
- Lernförderung: 82
- Mittagessen in Schule/Kita: 510
- Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben: 409.
Nachdem das Bildungspaket in ganz Deutschland schleppend angenommen wurde, wurde kritisiert, dass die Familien nicht ausreichend informiert wurden. Die Stadt Koblenz hat die Bürger über Pressemeldungen und ihren Internetauftritt informiert, an Schulen, Kindergärten, Wohlfahrtsverbände und Vereine wurden Infos direkt weitergegeben. Wenn die Antragszahlen stagnieren, sollen Infoveranstaltungen angeboten werden.
sem















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