[ARCHIV] Spurensuche nach Doppelmord - Polizei bittet um Mithilfe
Von Doris Schneider und Dorothea Müth
Koblenz - Der schreckliche Doppelmord von Horchheim - jetzt hat die Spurensuche begonnen. Bisher gibt es keinerlei Hinweise auf den oder die Täter. Einbruchsspuren wurden nicht gefunden.
Die Eheleute waren am Samstag gegen 21 Uhr vom Sohn der Familie aufgefunden worden, der seine Eltern besuchen wollte, teilt die Polizei mit. "Er wollte mit seiner Frau und den Kindern zum Geburtstag der Mutter kommen", berichtet ein Nachbar. "Dass sie mit Gewalt ums Leben gekommen sind, ist klar", sagt Polizeisprecher Helmut Zirfas. Die beiden Leichen weisen erhebliche Verletzungen auf. Die Umstände seien aber derzeit noch völlig unklar. Die Polizei ermittele in alle Richtungen.
Nach dem Ergebnis der Obduktion vom Sonntag sind der 75 Jahre alte Mann und seine 68 Jahre alte Ehefrau an den Folgen von Schnitt- und Stichverletzungen verstorben, die ihnen von einem bisher unbekannten Täter (oder auch Tätern) zugefügt wurden. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sich die Tat zwischen Donnerstagabend, 7. Juli, und Freitagmorgen, 8. Juli, ereignet hat. Unklar ist derzeit, wie der Täter ins Haus gelangt ist. Nichts deutet auf einen Einbruch hin.
Suche nach dem Messer
Am Montagmorgen durchkämmen Beamte der Bereitschaftspolizei mit einer Hundertschaft das Grundstück, die angrenzenden Gärten und Straßen und nahegelegene Waldstücke auf der Suche nach Spuren und Tatwerkzeugen. Gesucht wird ein größeres Messer. Die 30 Polizisten, die das Gelände hinter dem Haus absuchen, wo es steil zum Rhein abfällt, haben es nicht leicht: Hier schlängelt sich ein schmaler Trampelpfad durch den Wald zu einer Gartensiedlung. Der Täter könnte den Tatort auf diesem Pfad verlassen und dabei das Messer in den Wald geworfen haben. Doch es ist wie ein Stochern im Nebel. Die Polizisten kämpfen sich mit Holzstöcken durchs Dorngestrüpp, schlagen das Unterholz klein - und finden nichts. Bis auf ein Baumhaus, an dem aber nichts Verdächtiges zu entdecken ist. Währenddessen heben ihre Kollegen Gullydeckel hoch, durchsuchen jeden Busch im Vorgarten des Tathauses, stochern in Mülltonnen.
Bereits am Samstagabend und am Sonntag sind die Nachbarn befragt worden. Niemand hat etwas bemerkt. Die Mieterin aus dem ersten Obergeschoss des Hauses habe zwar etwas gehört, erzählen Nachbarn. Aber sie habe dem keine Bedeutung beigemessen. Jetzt ist die junge Frau erst mal zu ihren Eltern gefahren. Allein will sie in dem Haus nicht bleiben.















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