Archiv: Radweg an der L 121 bleibt gesperrt
Weißenthurm - Wer mit dem Fahrrad auf dem Radweg entlang der Landesstraße 121 (alte B 9) unterwegs ist, kommt nicht weit. Spätestens auf Höhe des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich heißt es: Durchfahrt verboten. Bereits seit Anfang Juni ist der Weg auf zwei Teilstücken durch Warnbaken und Verbotsschilder gesperrt, weil die Fahrbahn durch hochdrückendes Wurzelwerk stark beschädigt ist. Und das bleibt auch noch den gesamten Winter so, wie jetzt der zuständige Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz (LBM) auf Anfrage der Rhein-Zeitung mitteilte.
Von unserem Redakteur Damian Morcinek
"Unverantwortlich" nennt das Josef Dötsch. Denn: Immer wieder sei der CDU-Landtagsabgeordnete von Bürgern darauf angesprochen worden, welche Gefahren die Sperrung mit sich bringe. "Aus Weißenthurm kommend müssen die Radfahrer die Straße kreuzen und auf der viel befahrenen alten B 9 weiterfahren", sagt Dötsch, der bereits seit September mehrmals beim LBM und zuletzt auch beim Innenministerium in Mainz angefragt hat, wann der Radweg endlich ausgebessert und wieder freigegeben wird. "Ich ärgere mich darüber, dass man nicht in der Lage ist, ein Provisorium zu errichten", betont Dötsch. Aus seiner Sicht hätte es vielleicht schon gereicht, ein Schild aufzustellen, das die Radfahrer zum Absteigen auffordert.
Auch die Verbandsgemeinde Weißenthurm hatte längst Gespräche mit dem LBM und der zuständigen Straßenmeisterei über die Sperrung geführt. Darin hieß es laut Bürgermeister Georg Hollmann anfangs noch, dass der Radweg bis Dezember ausgebessert werde. "Wir haben dann aber nichts mehr dazu gehört", sagt Hollmann, der ursprünglich davon ausgegangen ist, dass eine einfache Teerdecke als Reparaturmaßnahme ausreichen würde.
Erst nach Anfrage der Rhein-Zeitung beim LBM wurden sowohl Hollmann als auch Dötsch darüber informiert, dass vor dem kommenden Frühjahr keine Arbeiten an dem Radweg erfolgen werden. "Es ist vorgesehen, eine sogenannte Tragdeckschicht in zwei Abschnitten mit jeweils circa 100 und 85 Metern Länge nach dem Winter 2011/12 einzubauen", teilt der stellvertretende Leiter des LBM Cochem-Koblenz, Hans Vogel, schriftlich mit. Die Kosten dafür betragen zwischen 20 000 und 25 000 Euro.
Zu der Frage, ob durch die Sperrung Gefahren für Radfahrer ausgehen, weil sie auf die Landesstraße ausweichen müssen, stellt Vogel fest: "Gerade in dieser Jahreszeit wird der Radweg erfahrungsgemäß fast ausschließlich von ortskundigen Radfahrern benutzt. Den ortskundigen Radfahrern sind die parallel verlaufende Kreisstraße 44 sowie der Rheinradweg als Alternativen bekannt." Das Aufstellen eines Hinweisschildes, das die Radfahrer zum Absteigen auffordert - wie es Josef Dötsch vorgeschlagen hatte - sei laut Vogel aufgrund der Rechtslage nicht ausreichend.















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