Luftmine im Rhein: Weite Teile der Stadt werden in zwei Wochen evakuiert
Koblenz – Auf Koblenz kommt eine riesige Evakuierungsaktion zu: Am Sonntag, 4. Dezember, wird die große Luftmine entschärft, die am Sonntag im Rhein bei Pfaffendorf entdeckt wurde. Laut Feuerwehr waren Luftminen im Zweiten Weltkrieg die größten Kampfmittel, die abgeworfen wurden, ihre Sprengkraft ist gewaltig – und bei der Bombe im Rhein ist sie fast vollständig erhalten geblieben, wie Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes mit Tauchern ergeben haben.
Dementsprechend groß wird der Evakuierungsradius sein: Mehrere Stadtteile auf der rechten und der linken Rheinseite müssen evakuiert werden, Details werden noch bekanntgegeben. Auch mehrere Krankenhäuser und Altenheime sind betroffen, teilt die Feuerwehr mit. Fieberhaft arbeiten Stadt, Ordnungsamt, Wasser- und Schifffahrtsamt und Feuerwehr an dem Plan. Da die Bombe relativ stabil auf dem Untergrund liegt, können sich die Verantwortlichen Zeit bis zur Entschärfung lassen.
In Metternich wurde bei der Universität auch schon einmal eine Luftmine entschärft, die ähnlich groß war. 10.000 Einwohner wurden damals evakuiert – und diese Bombe war noch „verhältnismäßig günstig gelegen“.
Stephanie Mersmann

















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