Keine Ekel-Wirte: Hygiene in Koblenzer Restaurants stimmt
Und auch während der Buga mit ihren mehr als 3,5 Millionen Besuchern gab es für die Lebensmittelkontrolleure wenig Arbeit. Vier bis fünf Beschwerden von Besuchern, zumeist über Kleinigkeiten, keine Missstände bei Kontrollen: "Bei der Masse an Besuchern hätten wir mit mehr Arbeit gerechnet", sagt Otto Wagner.
Insgesamt ist Sachgebietsleiterin Sabine Malm überzeugt, dass das Kontrollsystem gut funktioniert. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Besuche der Ordnungsamtsmitarbeiter unangekündigt stattfinden. "Wir wollen das ganz normale Tagesgeschäft erleben", erläutert Otto Wagner den Sinn des "Überraschungsmomentes". Dass Betriebe in einem solchen Tagesgeschäft nicht immer ansehen wie aus der Meister-Proper-Werbung, ist den Lebensmittelkontrolleuren bewusst - und macht ihnen nichts aus. "Ich bin seit zwei Jahrzehnten im Geschäft. Ich kann alten Schmutz von neuem Schmutz, der im Alltagsgeschäft anfällt, gut unterscheiden", erklärt Röthling. Fast schwarzes Fett in der Fritteuse oder ein angestaubter Ölfilm auf der Dunstabzugshaube gehören beispielsweise zum alten Dreck, der sich mit geübtem Kontrolleursauge rasch identifizieren lässt. "Ob eine Küche regelmäßig gereinigt wird, lässt sich schnell erkennen", weiß Wagner. In der Regel zeigen Ermahnungen dann auch Wirkung - bei der Wiederholungskontrolle. "Es gibt aber auch Betriebe, die unserer Fürsorge noch etwas mehr bedürfen", sagt Otto Wagner leicht augenzwinkernd, stimmt aber ansonsten Sabine Malm zu: "Richtige Ekel-Erlebnisse haben wir keine. Es gibt keinen Betrieb in Koblenz, um den ich privat einen großen Bogen machen würde. Und wenn es den gäbe, würden wir ihn dichtmachen."
Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen















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