4,9 Prozent Steigerung: Bus- und Bahnfahren in Koblenz wird teurer
Koblenz/Region - Wer im neuen Jahr mit Bus oder Bahn im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel (VRM) unterwegs ist, muss tiefer in die Tasche greifen: Im Schnitt um 4,9 Prozent steigen die Fahrkartenpreise (Die neue Preistabelle als PDF-Download).
Dabei kommen noch alle, die nur kurze Strecken fahren, ungeschoren davon: Die Preise für die erste Fahrstufe (innerhalb einer Tarifwabe) bleiben unverändert. Ab zwei Tarifwaben – also zum Beispiel von der Koblenzer Innenstadt aus in einen der Stadtteile – steigt der Preis für einen Einzelfahrschein jedoch von 2,50 Euro auf 2,65 Euro. Der ermäßigte Preis klettert von 1,50 Euro auf 1,60 Euro.
VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly macht vor allem die gestiegenen Kosten für den Anstieg verantwortlich: „Es sind mehrere Faktoren, die die Preissteigerung unumgänglich machen. Zum einen müssen wir uns auf höhere Tarifabschlüsse einstellen, zudem greift der Mindestlohn. Dazu kommen die sehr hohen Energiekosten – das merkt jeder an der Zapfsäule. Außerdem sind die Materialkosten extrem gestiegen, zum Beispiel für Reifen.“ Pauly ist alles andere als glücklich über die Preissteigerung: „Ich weiß, dass dies keine wirkliche Werbung für den öffentlichen Personennahverkehr ist, aber es ist einfach unumgänglich.“
Die Preissteigerungen betreffen fast alle Tarifstufen, die sich stets nach den durchfahrenen Tarifwaben richten (Der Tarifwabenplan als PDF-Download). So betragen die Kosten für einen Einzelfahrschein für drei Waben (zum Beispiel von Kaltenengers nach Koblenz) künftig 3,35 Euro statt 3,15 Euro. Für vier Waben (etwa Weißenthurm bis Koblenz oder Waldesch bis Koblenz) kostet der Einzelfahrschein ab Neujahr 4,30 Euro statt bisher 4,05 Euro. Bei fünf Waben (zum Beispiel von Koblenz nach Bad Ems) werden künftig 5,30 Euro statt 5 Euro fällig. Und bei einer Fahrt durch sechs Tarifwaben, zum Beispiel von Löf nach Koblenz, beträgt der neue Preis 6,20 Euro, der alte betrug 5,85 Euro. Weitere Fahrausweise, zum Beispiel Tages-, Drei-Tages- oder Gruppenkarten werden entsprechend teurer.
Doch Stephan Pauly freut sich, dass bei einigen Fahrausweisarten die Preise auch stabil geblieben sind. So kostet die für Gelegenheitsnutzer interessante VRM-Mobil-Card, die für jede Fahrt in allen Preisstufen einen Rabatt von jeweils 20 Prozent ermöglicht, weiterhin 9 Euro pro Jahr. Auch das verbundweit gültige Schüler-Plus-Ticket kostet weiterhin 93 Euro. Teurer werden allerdings die „normalen“ Schüler-Monatskarten.
Von unserem Redakteur Tim Kosmetschke















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