Windkraft beschert Oberwesel bald eine halbe Million Euro
Oberwesel - Die Einnahmen aus der Windenergie werden die Stadt Oberwesel langfristig in die Lage versetzen, zukunftsweisende Investitionen zu tätigen. Für 2012 sind 184.000 Euro etatisiert: 72.000 Euro an Pachteinnahmen aus den vier im Stadtwald, Gemarkung Damscheid, postierten Windrädern sowie 112.000 Euro an Einmalzahlungen für neun Windräder, die ebenfalls im Oberweseler Stadtwald errichtet werden, und zwar in den Gemarkungen Damscheid (sechs Anlagen) und Perscheid (drei Anlagen).
Wenn diese neun Anlagen voraussichtlich 2013 ans Netz gehen, rollt der Rubel für Oberwesel. Eine halbe Million Euro an Pachteinnahmen sieht der Finanzhaushalt für die Jahre ab 2013 vor. „Die Pachteinnahmen aus diesen Anlagen, ohne die wir unsere Pflichtaufgaben nicht erfüllen könnten, helfen uns, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen“, sagte der CDU-Fraktionssprecher Joachim Busch in seiner Haushaltsrede.
Den Erlös eines Windrades hätte die katholische Kirchengemeinde gerne zur Finanzierung der Sanierungsarbeiten an den beiden Pfarrkirchen. Einen entsprechenden Antrag der Kirchengemeinde hatte der Stadtrat zwar abgelehnt, jedoch relativierte Busch jetzt in der jüngsten Ratssitzung die Absage. „Ich sehe es als unbedingt notwendig an, die Kirchengemeinde in den nächsten Jahren bei der Erhaltung von Liebfrauen und St. Martin zu unterstützen.“ Die Silhouette der beiden Kirchen seien in so hohem Maße stadtbildprägend, dass die Stadt eine moralische Verpflichtung habe, bei der Sanierung mitzuhelfen.
Doch das ist Zukunftsmusik. Aber auch die Gegenwart zeugt von hohen Anstrengungen der Stadt für ihr Erscheinungsbild. Insgesamt 1,8 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen in diesem Jahr. 508.000 Euro muss die Stadt dafür lockermachen. So viel Geld kann Oberwesel 2012 aber nicht erwirtschaften. Gottlob hat die Stadt noch eine stattliche Summe auf der hohen Kante liegen. Diese Reserven werden jetzt bis auf 100.000 Euro aufgebraucht.
Ihrem Ende entgegen neigt sich die Sanierung der westlichen Stadtmauer. Die 90-Prozent-Förderung aus dem Sondertopf des Bundes für die Welterbestätten macht dieses bedeutsame Projekt möglich. Vollendet wird das Ganze durch die Sicherung der Kurtine zwischen Pfaffenhütchen und Mühlentorturm. Zu guter Letzt wird die Stadtmauer illuminiert.
Für den Ausbau der Niederbachstraße muss die Stadt mit 177.000 Euro ganz tief in die Tasche greifen. Das sich über mehrere Jahre erstreckende Projekt „Gestaltung der Stadteingänge“ startet noch in diesem Jahr. Ebenso die Anlage eines multifunktionalen Sportfeldes. Beide Maßnahmen resultieren aus der Projektstudie „Entwicklungsplanung Rheinufer“. Wolfgang Wendling














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