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Dezember 2011: Licht am Ende des Tunnels

Boppard/Emmelshausen - Das Zulassungsprozedere der neuen Triebwagen der Hunsrückbahn neigt sich dem Ende zu. Für das erste Fahrzeug liegt die lang ersehnte Zulassung ohne Auflagen seitens des Eisenbahnbundesamtes vor. In den nächsten Wochen werden die beiden noch fehlenden Genehmigungen für die beiden anderen Triebwagen, die derzeit umgebaut werden, erwartet.

Was lange währt, wird endlich gut, denken nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch Fahrgäste, Eisenbahnfreunde und Ausflügler. Am 4. Mai konnte Rhenus Veniro den Betrieb mit den fabrikneuen Fahrzeugen nach langem Warten eingeschränkt aufnehmen. Bis zum Jahresende sollen die fehlenden Zulassungen eingegangen sein, um im nächsten Jahr erstmals einen uneingeschränkten Betrieb der Eisenbahnsteilstrecke zwischen Boppard und Emmelshausen zu gewährleisten. Neben technischen Details, die aus Sicht der Aufsichtsbehörde notwendig waren, konnten zwischenzeitlich auch die Kinderkrankheiten der Fahrzeuge abgestellt werden. Noch immer ist ein Monteur des Herstellers in Boppard damit beschäftigt, Feinheiten zu korrigieren, das Personal technisch zu schulen und damit die reibungslose Personenbeförderung zu garantieren.
Im Frühjahr 2008 unterzeichneten Landrat Bertram Fleck als Verbandsvorsteher des Zweckverbandes des Schienenpersonennahverkehrs Nord (SPNV), Henrik Behrens als Geschäftsführer von Rhenus Veniro und Michael Engelhardt (Eisenbahnbetriebsleiter) den Verkehrsvertrag. Im Juni 2009 war der erste Triebwagen-Rohbau im Werk Stadler in Berlin-Pankow besichtigungsreif. Nach intensiven Testfahrten wurde aber die Zulassung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 versagt. DB Regio übernahm noch einmal für 17 Monate den Zugbetrieb auf der Steilstrecke mit der alten Diesellok der Reihe 218.

Im April 2011 gelang es dem Hersteller, eine vorläufige Zulassung mit Einschränkungen zu erhalten. Die neuen Triebwagen pendelten nun zwischen Hunsrück und Mittelrhein, allerdings mit einer Gewichtsbeschränkung, die die Aufsichtsbehörde anordnete. Zusätzliche Busse wurden eingesetzt, um alle Fahrgäste, vor allem auch Schüler, zu befördern. Etliche Gutachten und Testfahrten folgten (wir berichteten). Ein erstes Aufatmen erfolgte am 8. August, als die moderne Hunsrückbahn mit zwei Triebwagen aneinandergekoppelt die Fahrt aufnehmen durfte. Wenn alle drei Triebwagen die Zulassung erhalten haben, wird Rhenus Veniro bei hohen Fahrgastzahlen endlich sogar mit drei Triebwagen aneinandergekoppelt fahren können. Eigens dafür wurden schließlich die Bahnsteige entlang der Strecke verlängert. Der Fahrplanwechsel steht am kommenden Sonntag bevor. Kleine Änderungen im Minutenbereich gibt es für die Fahrgäste zu berücksichtigen – Infos: www.rhenus-veniro.de.


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