Michelbach fördert die Lesekultur
Michelbach - Mittlerweile hat er sich etabliert, der „offene Bücherschrank“ in Michelbach. Er dient als Ersatz für eine gemeindeeigene Bibliothek und soll das Interesse am Lesen bei allen Bürgen von Michelbach fördern.
Doris Michel hatte die Idee dazu. Das Prinzip ist ganz einfach: In einem geräumigen Bücherschrank, der unverschlossen im renovierten ehemaligen Wiegehäuschen hinter dem Gemeindehaus steht, sind die Publikationen nach Themen sortiert. Die Einrichtung ist sieben Tagen in der Woche geöffnet. Die Ausleihe ist kostenlos. Und einen Büchereiausweis braucht man hier auch nicht. Das kommt an: Viele große und kleine Leseratten in Michelbach sind begeistert von dem Projekt.
Wer ein Buch gelesen hat, sollte es aber in der Regel zurückbringen. Es sei denn, es hat dem Leser so außerordentlich gut gefallen, dass er es unbedingt behalten möchte. Das geht auch. Alle Benutzer sind aufgerufen, eigene Bücher einzustellen, um damit das Spektrum der Titel zu erweitern.
Die Motivation und Nutzerstruktur von öffentlichen Bücherschränken ist 2008 beispielhaft in einer Studie der Universität Bonn erforscht worden. Dabei wurde festgestellt, dass sich das System als bemerkenswerte Alternative zum klassischen Buchhandel entwickelt habe. Man könne jedoch nicht von einer Tauschbörse sprechen, sondern von einer freiwilligen Übertragung.














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