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Loreley: Erster Säuretank der "Waldhof" erfolgreich abgepumpt

St. Goarshausen - Die Vorbereitungen für die Bergung des gekenterten Säuretankers „Waldhof“ in Höhe der Loreley sind einen guten Schritt vorangekommen: Dreieinhalb Wochen nach dem Unfall auf dem Rhein begannen Spezialisten am Samstag mit dem Abpumpen der 2400 Tonnen Säure aus dem Wrack.

Der erste von insgesamt sieben Tanks wurde ausgepumpt, die „Waldhof“ ist nun um 350 Tonnen Säure leichter. Nach und nach soll die Flüssigkeit der anderen Tanks abgepumpt werden. Allerdings wird sich dieser Vorgang noch einige Tage hinziehen, wie das Pressezentrum „Havarie Loreley“ meldete.
Untersuchungen hatten ergeben, dass die mit Wasser gemischte Schwefelsäure in einem der Tanks eine Konzentration von rund 92 Prozent hat. Das Gemisch muss in einen Edelstahltanker geleitet werden, weil es sonst die Gummitanks zerfrisst. Der Spezialtanker namens „Erlenhof“ war am Samstagmorgen kurz vor 8 Uhr an der Unglücksstelle auf dem Rhein eingetroffen. Doch bevor er mit dem Abpumpen beginnen konnte, mussten Fachleute eine Probe der hochprozentigen Säureflüssigkeit entnehmen und analysieren. „Sicherheit geht vor. Wir warten auf grünes Licht, dann kann es los gehen“, erklärte Michael Maurer vom Pressezentrum am Samstagmorgen.
Der Beginn der Pumparbeiten verzögerte sich jedoch erheblich – ursprünglich sollte es bereits am Samstagvormittag gegen 10.30 Uhr losgehen. Erst sechs Stunden später – genauer gesagt um 16.35 Uhr – war es dann soweit: Der Pumpvorgang konnte gestartet werden. Nach getaner Arbeit löste sich der Edelstahltanker „Erlenhof“ kurz nach 21 Uhr wieder von der gekenterten „Waldhof“. Das Schiff nahm etwa ein Siebtel der Säure auf. „Alles verlief reibungslos“, vermeldete das Pressezentrum am Sonntagmorgen. Anschließend fuhr das Pumpschiff zum Chemiekonzern BASF nach Ludwigshafen, um sich der unliebsamen Flüssigkeit zu entledigen. Bevor die „Erlenhof“ allerdings den Rückweg zur Loreley antreten kann, muss sie noch einen Zwischenstopp im Main-Gebiet einlegen.

Frühestens am Dienstagmorgen wird das Schiff an der „Waldhof“ erwartet. In der Zwischenzeit wird an der Unglücksstelle die Säure aus den Tanks 5 und 6 in den geleichterten Tank 7 gepumpt und dort homogenisiert. Die Experten haben entschieden, den leeren Tank als Mischbehälter zu verwenden, weil er oberhalb des Wasserspiegels liegt und somit für die Arbeiten am einfachsten zu erreichen ist.
Die Auswertung der ersten Pumpaktion in Tank 7 dauert allerdings offenbar länger als gedacht. Eine Pressekonferenz über das genaue weitere Vorgehen wurde gestern Nachmittag abgesagt.

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