Heimische Politiker: Wulff-Rücktritt ist ein konsequenter Schritt
Rhein-Hunsrück - Den Rücktritt des Bundespräsidenten halten die Sprecher der im Kreistag vertretenen Parteien für konsequent. Der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Josef Bracht sagte: „Ich finde den Rücktritt sehr bedauerlich, denn ich habe Christian Wulff als Bundespräsidenten sehr geschätzt. Aber der Schritt ist jetzt konsequent. Das Land braucht einen Bundespräsidenten, der als Vorbild wirken kann und der über seine Funktion hinaus mahnende Worte an die Menschen und die Parteien richten kann. Das war in der jetzigen Situation glaubhaft und überzeugend nicht mehr möglich.“
FDP-Kreisvorsitzender Thomas Auler sagte: „Christian Wulff hat sein Amt gut geführt, aber auf die Affären während seiner Zeit als Ministerpräsident hat er sehr unglücklich reagiert.“ Michael Maurer (SPD): Der Rücktritt war überfällig. Wulff hat nicht nur sich selbst, sondern dem Amt des Bundespräsidenten erheblichen Schaden zugefügt. Ein Nachfolger muss sich auf eine breite Unterstützung der Politik und der Menschen verlassen können, um dem Amt das nötige Ansehen zurückzugeben.“
Überfällig nannte auch Siegrid Braun, Kreisvorsitzende der Grünen den Rücktritt: „Das Auftauchen immer neuer Verdachtsfälle von Vorteilnahme haben dem Amt schwer geschadet. Die Aufhebung der Immunität und staatsanwaltliche Ermittlungen sind mit dessen Würde nicht zu vereinbaren.“
Stefan Wickert (FWG) sagte: „Der Rücktritt ist konsequent, nachdem was alles ans Tageslicht gekommen ist. Wulff war angezählt. Er hatte viel Rückhalt verloren während der letzten Wochen.“
Roger Mallmenn (Die Linke) kommentierte klassenkämpferisch: „Christian Wulff bot als Person und als Bundespräsident beste Voraussetzungen, um als Aushängeschild des multinationalen Finanzkapitals werben zu können. Wulff stand symbolisch für das verdorbene kapitalistische System aus dubiosen Geschäften, Korruption, persönlicher Bereicherung, Vettern- und Günstlingswirtschaft, das weder Moral noch Anstand kennt. Das herrschende kapitalistische System wird früher oder später ebenso wie Wulff an der Wahrheit scheitern.“
Und Landtagspräsident Joachim Mertes sagte: „Wer Bundespräsident ist, muss wissen, was er nicht darf und was er ablehnen muss. Wer Vorbild sein will, kann das nur mit Disziplin und Charakter sein. Es ist schade, denn leider bedeutet es auch pauschal, dass sich die politische Klasse blamiert hat.“ Thomas Torkler















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