Brückenanbindung jetzt im Fokus
Mittelrhein - Die Unesco hat freie Bahn für nationale Planungen zur Rheinbrücke gegeben. Damit ist eine entscheidende Hürde zu einer Rheinquerung bei Fellen/Wellmich genommen.
Die Menschen am Mittelrhein reagieren auf die Entscheidung der Unesco zum Bau einer Brücke über den Rhein bei Fellen/Wellmich überwiegend positiv. Aber es gibt auch kritische Stimmen. Für die Sozialdemokraten im Rhein-Hunsrück-Kreis jubelt der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Michael Maurer: „Ich bin sehr glücklich und zufrieden." Die Genossen loben unisono das besonnene Verhalten des Landrats, der nicht die „harte Linie“ des CDU-Kreisvorsitzenden mitgegangen sei, sondern in enger Abstimmung mit der Landesregierung gehandelt habe. Landtagspräsident Joachim Mertes kommentierte süffisant: „Wir haben auf die Pauke verzichtet und stattdessen die Harfe genommen. Wie man sieht, waren die leisen Töne erfolgreich.“
An die Pauke wollte sich CDU-Kreisvorsitzender Hans-Josef Bracht im Gespräch mit unserer Zeitung nicht mehr so recht erinnern: „Ich habe immer gesagt, dass aus einem so großen Projekt mit massiver Konfrontation nichts wird. Der parteiübergreifende Schulterschluss hat letztendlich zu dem positiven Ergebnis geführt. Darüber bin ich froh. Meine Mahnung an die Landesregierung, ihre Hausaufgaben zu machen, nehme ich mir schon raus. Die eingeschlagene Linie der Landesregierung hat zum Erfolg geführt. Dennoch ist es für eine Partei in der Opposition legitim, Dinge einzufordern, die dem gemeinsamen Ziel förderlich sind“, betonte Bracht. Die Brückengegner verweisen nach wie vor auf die Gefährdung der Fähren und problematische Verkehrsanbindung. Siegrid Braun, Kreisvorsitzende der Grünen, findet es „schade, dass das jetzt kommen wird. Land und Kreis haben kein Geld, und die Verkehrsanschlüsse sind problematisch.“














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