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FH Koblenz sucht schlauste Ideen für praktischen Alltag
Koblenz - Eine Blumenschere, die Stiele schräg anschneidet ohne sie zu zerquetschen. Eine Handy-App, mit der man Versicherungen schnell von unterwegs aus abschließen kann - die Auslandskrankenversicherung, während man schon mit gepackten Koffern am Flughafen steht. Das sind zwei von sieben Erfindungen, die die Fachhochschule Koblenz in diesem Jahr beim Ideen-Wettbewerb Rheinland-Pfalz ausgezeichnet hat. Jetzt läuft die Ausschreibung für die nächste Runde: Bis zum 31. Januar 2012 können sich Schüler, Studierende und Unternehmen aus dem Land mit ihren Innovationen für einen von acht Preisen bewerben.
Mit diesem Laserscanner können Freaks ihr Steckenpferd ganz und gar erfassen - und das, ohne Geld für eine Wissenschaft ausgeben zu müssen.
Was dabei zählt? Neben dem Produkt oder Service an sich bewertet die Jury, ob die Idee tatsächlich neuartig und erfinderisch sowie umsetzbar ist und den Ansatz zur Realisierung, den das Projekt enthält. Die prämierten Ideen lösen praktische Probleme, schließen Lücken im Alltag: So ist die Versicherungs-App mittlerweile bereits auf dem Markt, erzählt Prof. Dr. Martin Kaschny stolz. Sein Fachbereich Betriebswirtschaftslehre berät Kandidaten dann bei Businessplan und Kapitalsuche. Die ebenfalls 2011 ausgezeichnete David Visions GmbH aus Koblenz wächst kräftig: Ihren extrem schnellen und günstigen Laserscanner können sich auch Laien leisten, um ihr Steckenpferd, ob es Motorboot oder Briefmarke ist, zu digitalisieren.
So lautet das Motto des für 2012 zum dritten Mal ausgeschriebenen Wettbewerbs auch: "Die beste Idee nützt niemanden, wenn sie nicht verwertet wird“ (Walter Alteiby).
Sie schneidet schräg an, ohne die zarten Blütenstiele zu zerquetschen: Die Blumenschere von Carmen Mink, 2011 ausgezeichnet mit dem Technikpreis.
Findige Köpfe können ihre Ideen für eine der fünf Hauptkategorien einreichen, für die jeweils eine Institution oder ein Unternehmen einen Preis stiftet:
- Internetpreis der Modix GmbH für Online-Marketing: 2.500 Euro
- IT- und Multimediapreis des Technologiezentrums Koblenz: 500 Euro und ein Sachpreis
- Gesundheitspreis der Marienhaus GmbH, eines Trägers sozialer Einrichtungen: 1.000 Euro
- Preis für Innovative Dienstleistungen der Werbeagentur Eberle & Wollweber: 1.000 Euro
- Technikpreis der Wirtschaftsförderungsggesellschaft Mittelrhein: 1.000 Euro
Damit lässt sich ein individueller Maßsattel anfertigen: Der Scanner Equiscan kann die Oberfläche von einem Pferd, anderen Tieren und auch Menschen genau bestimmen und reproduzieren. Christoph und Alexander Rieser erhielten für diese Erfindung 2011 den Mittelstandspreis.
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