Nürburgring: Wo bleibt versprochenes Sicherheitszentrum?
Nürburgring - DRK, Feuerwehr und Polizei müssen weiter auf das bereits vor zwei Jahren vom Land versprochene moderne Sicherheitszentrum am Nürburgring warten. Auf unbestimmte Zeit? Dabei gibt es an einer Notwendigkeit keine Zweifel. Kreis und Rettungskräfte haben sich jetzt an das zuständige Mainzer Wirtschaftsministerium gewandt und machen Druck.
Bereits im Jahr 2009 stufte Wirtschaftsminister Hendrik Hering innerhalb einer SPD-Versammlung das Sicherheitszentrum als besonders dringlich ein. Die Kosten wurden auf vier Millionen Euro beziffert. Im Februar 2010 hieß es aus dem Mainzer Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, noch in der ersten Jahreshälfte solle der symbolische erste Spatenstich für das Bauprojekt erfolgen. Die Provisorien sollten ein Ende haben, mit denen die Hilfs- und Ordnungskräfte bei Großveranstaltungen seit Jahrzehnten leben müssen. Doch auch im Frühjahr 2011 gibt es keinen Bautermin. „Das Land steht zu seiner Zusage“, heißt es aus Mainz. Und weiter: „Auf Grundlage der Bedarfsanalyse sei an einen modularen Aufbau des Sicherheitszentrums gedacht. Wann dieser „modulare Aufbau“ beginnen soll, lässt man jedoch offen.
So wird das DRK wohl auch in diesem Jahr unter der Tribüne 12 seine Heimstatt haben, die Feuerwehr in einer Baracke in Balkhausen ihre Einsätze koordinieren und die Polizei in den Holzbaracken gegenüber der ehemaligen Ringverwaltung an der B 258 völlig unzureichend untergebracht sein. Die hohen Einsatzzahlen bei Großveranstaltungen wie Rock am Ring, Formel I, DTM, Truck-Grand-Prix und 24-Stunden-Rennen mit allein 400 Helfern des DRK belegen den enormen Aufwand, den vor allem die ehrenamtlichen Kräfte rund um die Rennstrecke leisten müssen. „Wir müssen auf Notfälle optimal vorbereitet sein. Sicherheit kann man nicht betriebswirtschaftlich messen. Wenn wir nur ein Menschenleben durch das neue Sicherheitszentrum retten können, macht sich die Investition schon bezahlt“, so DRK-Chef Achim Haag, der sich weiter in Geduld übt. „Wir müssen halt warten.“
Auch Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher stellt sich verärgert auf eine weitere Wartephase ein, „Es sei denn, vor der Landtagswahl tut sich noch was.“ Landrat Jürgen Pföhler hat nun Wirtschaftsminister Hendrik Hering in einem Brief die eindringliche Bitte übermittelt, sich für eine kurzfristige Realisierung noch vor Beginn der kommenden Saison einzusetzen. „Es besteht Einvernehmen, dass die teilweise Jahrzehnte alten barackenartigen Unterbringungsmöglichkeiten schlichtweg unzumutbar sind“, erinnert Pföhler den Minister an seine einstige Zusage. Den vorgesehenen zentralen Standort für das neue Sicherheitszentrum am „Scharfen Kopf“ vor der Abfahrt nach Müllenbach in der Nähe des Fahrsicherheitszentrums 1 bezeichnete Pföhler als optimal. Er sei abgeschottet von Zuschauerzugängen und anderen Zufahrten, schnell erreichbar und verfüge über einen rechtskräftigen Bebauungsplan mit Grundstücken im Eigentum der Nürburgring GmbH.












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