Kinder brauchen sichere Spielplätze
Kreis Ahrweiler - Freude sollen sie Kindern bereiten, Leid können sie bereiten – wenn sie nicht ordnungsgemäß gewartet werden: Spielplätze.
Wie sicher sind Kinder auf Spielplätzen im Kreis Ahrweiler? Wie viele Kinder auf Spielplätzen Unfälle erleiden, darüber gibt es keine offiziellen Zahlen. Fakt ist aber: Die Zahl der Gerichtsverfahren gegen Spielplatzbetreiber nimmt zu. Gerichte müssen dann überprüfen, wie gefährlich das einzelne Spielgerät ist. Bundesweite Tests vom TÜV Rheinland förderten erschreckende Ergebnisse zutage. Gravierende Mängel, die teilweise auch lebensbedrohlich waren.
Aus dem ausgelassenen Spielen und Toben kann plötzlich tödlicher Ernst werden – an einem Klettergerüst, auf einer Schaukel oder einem Karussell. Es stellt sich vielleicht heraus, dass die Pfosten, auf denen das Gerüst stand, völlig verfault waren. Oder ein Kind wird mit hohem Tempo aus einem fahrenden Karussell herausgeschleudert und schlägt mit dem Kopf an eine zu nahe Begrenzung.
Damit Unfälle ausgeschlossen oder zumindest weitgehend vermieden werden, sind Städte und Gemeinden verpflichtet, für die Sicherheit der Kinder zu sorgen. Nach europäischen Normen sollten Spielplätze mindestens einmal pro Woche besichtigt werden, alle drei Monate ist eine Verschleißkontrolle fällig, einmal im Jahr eine Hauptinspektion.
In der Ortsgemeinde Kempenich zum Beispiel ist hierfür Gemeindearbeiter Norbert Porz zuständig. Sieben Kinderspielplätze kontrolliert er regelmäßig. Hierzu wurde der gelernte Betriebsschlosser und Feinmechaniker ausgebildet, alle zwei Jahre schließt sich eine Fortbildungsmaßnahme an. Die letzte fand in diesem Jahr statt. „Es gibt immer wieder eine Vielzahl von Neuerungen, die man beachten muss.“
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