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Teil einer Panzerabwehrrakete an der Lauter entdeckt

Lauterecken - Im Nordpfälzer Bergland werden immer mehr Waffen und Sprengstoffe gefunden. Vor wenigen Tagen jagten Entschärfer des Landeskriminalamtes Eierhandgranaten und Sprengkapseln, die beim Entrümpeln eines Hauses in Rothselberg entdeckt worden waren, in die Luft. Am Sonntagabend meldete eine Lautereckerin der Polizei den Fund eines Panzerabwehrraketenteils.

Die Metallröhre ist etwa 30 Zentimeter lang.
Polizei


Es war der 44-jährigen Anwohnerin der Rheingrafenstraße in Lauterecken am Ufer der Lauter aufgefallen. Direkt neben der Straße am Bachufer lag die etwa 30 Zentimeter lange und vier Zentimeter dicke Metallröhre. An einem Ende befindet sich ein Gewinde und auf der anderen Seite eine flaschenhalsförmige Verengung. Der Chef der Lauterecker Polizeiinspektion, Arno Heeling, berichtete gestern Nachmittag: „Der Gegenstand wurde vermutlich durch Kinder aus der Lauter geholt und ist schon stark verrostet.“
Die herbeigerufene Polizeistreife schoss an Ort und Stelle Fotos, die dem Kampfmittelräumdienst zugeleitet wurden. Noch am selben Abend erschienen die Spezialisten am Lauterufer. Ein Fachmann erkannte in dem verrosteten Metallstück ein Bauteil einer alten Panzerabwehrrakete, der noch eine Treibladung enthält.
Nachdem die Fundstelle zunächst gegen die Wegnahme oder Verlagerung des Waffenteils gesichert worden war, folgte die völlig unspektakuläre Bergung. Der Kampfmittelräumdienst transportierte das Waffenteil in einer Spezialkiste im Kofferraum des Einsatzfahrzeuges ab.
Arno Heeling lobte das umsichtige Handeln der Anwohnerin. Nach den Veröffentlichungen zu den vielen Waffen- und Sprengstofffunden in den vergangenen Monaten hatte die 44-Jährige alles richtig gemacht. „Dass die Metallröhre als gefährlich eingestuft wurde, ist bereits beachtlich“, lobte Heeling. Es habe sich wieder gezeigt, „dass man besser einmal mehr als zu wenig die Polizei einschalten sollte. Die Kinder hatten zuvor vermutlich großes Glück, dass sie ihren Fund schonend behandelten.“ Der Inspektionsleiter mahnt erneut: „Munition und Waffen liegen lassen! Die Polizei verständigt die zuständigen Experten, und die entsorgen alles auf fachgerechte Weise.“

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Gerhard Engbarth

 
 
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