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Streit um Schultausch - IGS ist kompromissbereit

Bad Kreuznach - Die Integrierte Gesamtschule an der Ringstraße in Bad Kreuznach ist kompromissbereit. „Einen Standorttausch mit der Realschule plus an der Heidenmauer statt 2013 erst zum Schuljahr 2014/2015 würden wir mittragen“, erklärte IGS-Leiter Dieter Koch-Schumacher im Gespräch mit Landrat Franz-Josef Diel. Der hatte am Mittwochabend die IGS besucht, um die Verantwortlichen sowie den Elternbeirat und Personalrat vor der Entscheidung am Montag im Kreistag auf den letzten Stand der Dinge zu bringen.

In diesem Rahmen betonte Koch-Schumacher: „Wir sind für den Standorttausch.“ Am liebsten schon 2013. Doch mit einem Tausch in 2014/2015 könne man auch leben. Dann hätten beide Schulen das gleiche Päckchen zu tragen: das Fehlen von vier Klassenräumen. Diel rechnete vor, dass sich die Schülerzahlen von Jahr zu Jahr annähern: „2015 liegen sie jeweils bei etwas mehr als 700 und fast auf einer Höhe.“ Ein Standorttausch zu diesem Zeitpunkt ist für die IGS aber zu spät. „Nicht nur, weil es teurer wird“, erläuterte Koch-Schumacher. „Dann fehlen uns auch gleich acht Klassenräume.“

Für Diel gibt es nur noch zwei Varianten, die entschieden werden können: Der Umzug und damit einhergehend der Zeitpunkt oder eine sogenannte Dislozierung. Dislozierung heißt: Die IGS nicht mit den Klassen 5 bis 13 an einem Standort zu belassen, sondern, wie bereits berichtet, eine gemeinsame gymnasiale Oberstufe mit der Realschule plus und dem Gymnasium am Römerkastell an der Heidenmauer einzurichten. „Wenn das kommt, ist klar, dass ich bei der ADD vorstellig werden müsste“, erklärte der Landrat. Denn die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier hatte bereits erhebliche Bedenken gegen die Genehmigungsfähigkeit einer solchen Variante geäußert.

Auch für die IGS ist das keine Alternative. „Eine Dislozierung steht für uns außer Diskussion“, unterstrich IGS-Leiter Koch-Schumacher. Das widerspreche nicht nur der IGS-Philosophie. „So ist diese Schulform auch nicht genehmigt“, sagte Koch-Schumacher.

Ein Punkt liegt den Verantwortlichen besonders am Herzen: „Wir brauchen eine Entscheidung. Jetzt“, plädierte Koch-Schumacher und traf den Nerv des Landrats. Der bestätigte: „Eine Vertagung können wir uns nicht leisten. Alle brauchen Planungssicherheit.“ Diel ist sich sicher: „Egal, wie wir entschieden, wir werden einer Seite wehtun.“ Und: „Die Entscheidung wird ganz knapp!“ (sbr)

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